Pressemitteilung

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6. März 2026

Urban zum Internationalen Frauentag: Frauenrechte verteidigen heißt Gleichstellung endlich durchsetzen

Zum Internationalen Frauentag erklärt Dr. Cornelia Urban, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag

„Der Internationale Frauentag ist kein Anlass für freundliche Symbolpolitik, sondern ein Tag der politischen Konsequenz. Das diesjährige Motto von UN Women – ‚Rights. Justice. Action. For ALL Women and Girls‘ – ist eine klare Ansage: Frauenrechte müssen nicht nur beschworen, sondern geschützt, durchgesetzt und im Alltag spürbar werden.“ 

„Gerade in Zeiten, in denen soziale Sicherheit unter Druck gerät, demokratische Errungenschaften angegriffen werden und antifeministische Positionen wieder lauter werden, gilt: Gleichstellung ist keine Nebensache. Sie ist ein Gradmesser für den Zustand unserer Demokratie.“ 

Auch in Thüringen sei von echter Gleichstellung keine Rede. Zwar ist der unbereinigte Gender Pay Gap im Jahr 2025 auf 5 Prozent gesunken, zugleich liegt der umfassendere Gender Gap Arbeitsmarkt weiterhin bei 23 Prozent. Er zeigt, dass Frauen noch immer seltener erwerbstätig sind, weniger Stunden bezahlt arbeiten und insgesamt geringere Einkommen erzielen. 

Urban weiter: „Dass Frauen in Thüringen pro Stunde im Schnitt noch immer weniger verdienen als Männer, ist das eine. Dass sie zugleich viel häufiger in Teilzeit arbeiten, Sorgearbeit schultern und dadurch dauerhaft schlechter abgesichert sind, ist das eigentliche strukturelle Problem. Wer über Gleichstellung spricht, muss über Macht, Zeit, Geld und Verteilung sprechen.“ 

Mit Blick auf gewerkschaftliche Forderungen zum Frauentag sagt Urban: „Der Ruf nach ‚Mitbestimmen. Mitgestalten. MehrWert Gleichstellung‘ trifft ins Schwarze. Gleichstellung ist kein Randthema für gute Zeiten, sondern Voraussetzung für faire Arbeit, wirtschaftliche Unabhängigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.“ 

Für die SPD-Fraktion ist klar: Thüringen braucht eine Politik, die Frauen im Alltag wirklich stärkt – mit verlässlicher Kinderbetreuung, fairer Bezahlung, wirksamem Schutz vor Gewalt und besseren Chancen auf beruflichen Aufstieg. „Frauen dürfen nicht länger die sein, die gesellschaftliche Lücken mit unbezahlter oder schlechter bezahlter Arbeit schließen. Gleichstellung passiert nicht von selbst. Es braucht den gemeinsamen politischen Willen und Mut, strukturelle Ungleichheiten endlich zu überwinden“, so Urban abschließend.

Vizepräsidentin des Thüringer Landtags

Sprecherin für Soziales, Gesundheit, Familie und Sport