Pressemitteilung

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15. Februar 2026

Tarifabschluss der Länder stärkt Beschäftigte – Thüringen muss nachziehen

Die Tarifbeschäftigten der Länder erhalten in drei Stufen insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld. Die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag begrüßt die Einigung als wichtiges Zeichen der Anerkennung und fordert, das Ergebnis zügig und vollständig auf die Beamtinnen und Beamten in Thüringen zu übertragen, insbesondere auf Lehrkräfte und Polizei.

Der Abschluss gilt für rund 925.000 Tarifbeschäftigte der Länder und bringt neben den Entgeltsteigerungen auch Verbesserungen bei Zulagen sowie Schritte zur Angleichung von Ost und West bei Arbeitsbedingungen. Damit endet eine Phase wiederholter Warnstreiks und es entsteht Planungssicherheit für die Länder sowie für die Beschäftigten in Kitas, Kliniken, Hochschulen und Behörden.

„Die Tarifeinigung für die Beschäftigten der Länder mit einem Plus von insgesamt 5,8 Prozent ist ein wichtiges Signal der Anerkennung“, erklärt Janine Merz, finanzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag. „Wer in Kitas, Unikliniken, Verwaltungen oder an Hochschulen den Laden am Laufen hält, verdient Respekt – und zwar auch auf dem Gehaltszettel.“

Besonders bedeutsam für Thüringen sei die Ost-West-Angleichung bei Arbeitsbedingungen: „Gleiche Arbeit verdient gleiche Vergütung ohne regionale Unterschiede. Dass hier nachgebessert wird, ist überfällig“, so Merz. „Die vollständige Ost-West-Angleichung darf nicht auf halbem Weg stehen bleiben, weder bei Tarifbeschäftigten noch bei Beamtinnen und Beamten.“

Merz fordert die Landesregierung auf, die Übertragung des Ergebnisses rasch umzusetzen: „Dieses Ergebnis muss nun zügig auf die Beamtinnen und Beamten unseres Landes übertragen werden, insbesondere auf Lehrkräfte und Polizei. Thüringen braucht starke öffentliche Dienste. Das gelingt nur, wenn Bezahlung und Arbeitsbedingungen stimmen.“

Hintergrund:
Die Tarifparteien einigten sich in Potsdam auf einen 27-monatigen Tarifvertrag bis zum 31. Januar 2028. Die Entgelterhöhung beträgt insgesamt 5,8 Prozent in drei Schritten; die Steigerung soll mindestens 100 Euro monatlich ausmachen, Nachwuchskräfte erhalten 150 Euro mehr. Zudem steigen Zulagen im Schicht- und Wechselschichtdienst.

Parlamentarische Geschäftsführerin

Sprecherin für Haushalt und Finanzen, Kommunales und Landesentwicklung