Pressemitteilung

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30. April 2026

Gesundheitspolitikerin fordert Ende der Blockade durch CDU Thüringen: »Auch Thüringen muss sich zum Gesundheitsschutz bekennen!«

Ärztinnen und Ärzte, Gesundheitsexpert:innen und Gesundheitspolitiker:innen fordern sie schon lange: Eine Abgabe auf zuckergesüßte Lebensmittel, die die Hersteller zu entrichten haben. Nun peilt die Bundesregierung eine solche Einführung an. Zuvor hatten auch etliche Bundesländer diese Abgabe gefordert. 

SPD Thüringen brachte Antrag schon vor drei Monaten ein. Nichts ist passiert. 

Dr. Cornelia Urban, gesundheitspolitische Sprecherin der Thüringer SPD-Fraktion, war eine der Ersten, die das Thema Zuckerabgabe ins Spiel brachte: »Unsere Fraktion hat bereits vor über drei Monaten einen Antrag dazu in den Koalitionsarbeitskreis eingebracht. Doch seitdem ist nicht viel passiert. Der Antrag hängt fest. Selbst jetzt, da auch im Bund Bewegung in die Sache gekommen ist.« 

Für Urban ist dafür vor allem der Koalitionspartner CDU verantwortlich: »Leider wurde unser Antrag erneut von der CDU abgelehnt. Diese Blockadehaltung ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar und mehr als unerfreulich. Denn auch Thüringen muss sich zum Gesundheitsschutz bekennen.« 

Zuckerabgabe ist eine präventive Maßnahme 

Urban weiter: »Alle Expertinnen und Experten sind sich einig: Die Zuckerabgabe ist eine präventive Maßnahme, um insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas vorzubeugen. Vor allem Kinder leiden immer öfter unter starkem Übergewicht aufgrund vom Verzehr stark gesüßter Softdrinks. Zudem: Die Einführung einer Zuckerabgabe, die von den Konzernen zu entrichten wäre, beteiligt diese somit endlich auch an den Kosten für Prävention und Gesundheitsschutz - statt dafür stets die Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger zu belasten.« 

Vizepräsidentin des Thüringer Landtags

Sprecherin für Soziales, Gesundheit, Familie und Sport