Pressemitteilung

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Fraktionsvorsitzender und Hochschulpolitiker Liebscher gratuliert der Exzellenzuniversität Jena zum historischen Erfolg

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena wird künftig als Exzellenzuniversität gefördert. Dazu erklärt Lutz Liebscher, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag: 

„Das ist ein herausragender Erfolg für die Friedrich-Schiller-Universität, für Jena und für den Wissenschaftsstandort Thüringen. Ich gratuliere allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, den Beschäftigten und Studierenden sowie dem Präsidium der Universität. Hinter dieser Entscheidung stehen fast zwei Jahrzehnte wissenschaftlicher Aufbauarbeit und eine gemeinsame Anstrengung vieler Beteiligter.“ 

Mit den Exzellenzclustern „Balance of the Microverse“ und „Imaginamics. Practices and Dynamics of Social Imagining“ hat die Universität die Voraussetzung für die Bewerbung als Exzellenzuniversität geschaffen. Ihre Gesamtstrategie „LIGHT. LIFE. LIBERTY. – Connecting People and Ideas“ verbindet die natur- und lebenswissenschaftliche Forschung mit den Geistes- und Sozialwissenschaften und nimmt die Entwicklung der gesamten Universität in den Blick. 

Liebscher erklärt dazu „Jena hat gezeigt, welche wissenschaftliche Kraft in Thüringen steckt. Der Status als Exzellenzuniversität stärkt die internationale Sichtbarkeit und eröffnet neue Möglichkeiten, hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Thüringen zu gewinnen, Forschungsschwerpunkte weiterzuentwickeln und neue Kooperationen anzustoßen.“ 

Für eine Exzellenzuniversität stehen jährlich 10 bis 15 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Förderperiode von 2027 bis 2033 kann Jena damit zusätzliche Mittel in einer Größenordnung von insgesamt 70 bis 105 Millionen Euro erhalten. 

Der heutige Erfolg hat eine lange Vorgeschichte. Bereits 2007 wurde mit der Jena School for Microbial Communication das erste Thüringer Projekt in der damaligen Exzellenzinitiative gefördert. In der Amtszeit des SPD-Wissenschaftsministers Christoph Matschie wurde die JSMC verstetigt und mit zusätzlichen Landesmitteln vorangebracht. Unter seinem Nachfolger Wolfgang Tiefensee wurde der Jenaer Exzellenzweg weiter ausgebaut. In seine Amtszeit fallen der erste Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ (2018), der Aufbau der dazugehörigen Forschungsinfrastruktur und die strategische Vorbereitung eines zweiten Exzellenzclusters. 

„Die wissenschaftliche Leistung hinter diesem Erfolg gehört den Forscherinnen und Forschern und der Universität. Die Politik hat die Aufgabe, dafür gute und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Christoph Matschie und Wolfgang Tiefensee haben als SPD-Wissenschaftsminister diesen Weg über viele Jahre begleitet und unterstützt. Noch 2024 hat Wolfgang Tiefensee ausdrücklich das Ziel formuliert, nach einem zweiten Exzellenzcluster den Status als Exzellenzuniversität zu erreichen. Heute ist dieses Ziel erreicht.“ 

Über die vergangenen zwei Jahrzehnte sind bereits deutlich mehr als 100 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel in direkte Exzellenzförderung und die dazugehörige Forschungsinfrastruktur in Jena geflossen. 

Liebscher abschließend: „Diese langfristigen Investitionen zahlen sich heute aus. Gerade der Erfolg in Jena zeigt, wie wichtig verlässliche und gute Rahmenbedingungen für unsere Hochschulen sind. Deshalb geht es auch in der aktuellen Debatte um die neue Hochschulrahmenvereinbarung darum, alle Wissenschaftsstandorte in Thüringen dauerhaft gut auszustatten und ihnen Entwicklungsspielräume zu geben. Nur so können Hochschulen ihre Stärken ausbauen, eigene Profile entwickeln und zu weithin sichtbaren Leuchttürmen der Wissenschaft werden. Exzellenzförderung schafft zusätzliche Möglichkeiten, sie ersetzt aber keine verlässliche Grundfinanzierung. Unser Anspruch bleibt, in der Spitze exzellent und in der Breite stark zu sein.“

Fraktionsvorsitzender

Sprecher für Wissenschaft, Infrastruktur, Wohnen und Digitales