Pressemitteilung
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7. Januar 2026
SPD-Fraktion Thüringen: Mindestlohnerhöhung stärkt Beschäftigte – deutliche Effekte in Thüringen
Die Erhöhung des Mindestlohns auf 13,90 Euro zum 1. Januar 2026 wirkt sich erheblich auf die Beschäftigungssituation in Thüringen aus. Nach Schätzungen des Thüringer Landesamts für Statistik profitieren voraussichtlich rund 160.000 Beschäftigte von der Anpassung – das entspricht etwa 19 Prozent aller Beschäftigten im Freistaat. Besonders betroffen sind Frauen: Während 21,1 Prozent der weiblichen Beschäftigten profitieren, sind es bei Männern 17,1 Prozent.
„Die Wirkung der Mindestlohnerhöhung zeigt: Gute Arbeit ist kein Luxus, sondern Grundlage für wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Moritz Kalthoff. „Diese Anpassung stärkt vor allem Beschäftigte mit geringen Einkommen und wirkt dem wachsenden Druck auf Haushaltsbudgets entgegen.“
Tarifbindung wirkt stabilisierend
Besonders deutlich wird der Effekt der Mindestlohnerhöhung in Betrieben ohne Tarifbindung: Dort kann die Erhöhung ab dem 1. Januar 2026 die Verdienste von 28 Prozent aller Jobs beeinflussen. In tarifgebundenen Betrieben liegt dieser Anteil bei 8,3 Prozent.
„Das unterstreicht – wie wir es in unseren Initiativen zur Stärkung der Tarifbindung immer wieder betonen –, dass Tarifverträge Beschäftigte zusätzlich absichern und Einkommensentwicklung planbarer machen“, so Kalthoff.
Weitere Erhöhung auf 14,60 Euro geplant
Für das Jahr 2027 ist eine weitere Anhebung des Mindestlohns auf 14,60 Euro vorgesehen. Nach den aktuellen Schätzungen würden damit rund 207.000 Jobs in Thüringen profitieren – das sind etwa 24,6 Prozent der insgesamt rund 840.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse im Freistaat.
„Die perspektivische Erhöhung auf 14,60 Euro ist ein weiterer Schritt zu fairen Arbeitsbedingungen und stärkt insbesondere geringverdienende Beschäftigte“, so Kalthoff weiter. „Wir werden uns auch künftig dafür einsetzen, dass gute Arbeit in Thüringen einen angemessenen Lohn findet und Tarifbindung stärker wird.“
Sprecher für Wirtschaft und Arbeit, Umwelt, Energie, Naturschutz, Forsten, Landwirtschaft und Ländlichen Raum

