Pressemitteilung

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SPD-Fraktion fordert vor DESG-Mitgliederversammlung klares Bekenntnis zum Spitzenstandort Erfurt

Schröter: Druck statt Leistung – so verliert Deutschland seine besten Eisschnellläufer


Wer seine besten Athletinnen und Athleten unter Druck setzt, verliert sie. Davor warnt die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) am 17. Oktober in Dresden. Sie fordert, dass Erfurt Bundesstützpunkt für den Spitzensport bleibt. 

„Die Athletinnen und Athleten in Erfurt haben eine aufgezwungene Vereinbarung unterschrieben, aber nur, weil sie andernfalls vom Weltcup ausgeschlossen worden wären. Hier werden intransparente Verbandsinteressen vor die sportliche Leistung gestellt. Wenn mit Finn Sonnekalb unser größtes Talent überlegt, ins Ausland zu wechseln, muss spätestens jetzt allen klar sein, dass hier etwas grundlegend schiefläuft“, warnt Maximilian Schröter, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Die DESG will das Spitzentraining in Berlin und Inzell bündeln. Erfurt soll vor allem Nachwuchsstandort werden. Am 8. Oktober haben die Erfurter Kaderathletinnen und -athleten die Athletenvereinbarung des Verbands „ausdrücklich unter Protest“ unterschrieben. In ihrer Stellungnahme berichten sie von monatelangem Druck, den sie teils als psychische Gewalt empfunden haben. 

„Ob jemand gefördert wird, muss von der Leistung abhängen, nicht vom Trainingsort. Was wir von den Athletinnen und Athleten hören, ist das Gegenteil davon. Das nehmen wir nicht hin“, so Schröter. 

Sportlich ist der Plan nicht zu begründen: Der Deutsche Olympische Sportbund hat Erfurt mit „Profil 1“ bewertet, also als Standort, der alle Voraussetzungen für den Spitzensport erfüllt. Auch wirtschaftlich ergibt er keinen Sinn. Erfurt hat eine moderne Eishalle und gewachsene Strukturen. Berlin und Inzell müssten zusätzliche Kapazitäten erst schaffen. Über die Anerkennung der Bundesstützpunkte entscheidet der Bund in Kürze. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk, Mitglied im Sportausschuss, setzt sich dort für Erfurt ein. 

„Erfurt hat viele Olympionikinnen und Olympioniken hervorgebracht und bietet beste Bedingungen vom Nachwuchs bis zur Weltspitze. Wir erwarten, dass Erfurt Bundesstützpunkt bleibt und dass die Athletinnen und Athleten endlich in Ruhe trainieren können. Wir kämpfen für das Sportland Thüringen“, sagt Schröter.

 

Sprecher für Kinder, Jugend, Frauen, Familie, Gleichstellung, queeres Leben, Inklusion, Sport, Umwelt, Forstwirtschaft, Energie, Naturschutz, Tierschutz, Petitionen