Pressemitteilung
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8. Januar 2026
SPD-Arbeitsmarktpolitiker Moritz Kalthoff: „Schließung des Zalando-Logistikzentrums nicht hinnehmbar. Alles möglich machen, um den Standort zu halten.“
Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Moritz Kalthoff, kritisiert die heute bekannt gegebene Entscheidung des Onlinehändlers Zalando, das Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum (GVZ) Erfurt bis Ende September 2026 zu schließen. Dadurch sind rund 2.700 Beschäftigte von einem direkten Verlust ihres Arbeitsplatzes betroffen.
„Die Ankündigung, das Logistikzentrum in Erfurt zu schließen, ist eine Hiobsbotschaft für unsere Region und für die Beschäftigten vor Ort – und so nicht hinnehmbar. Zalando stellt mit seiner Entscheidung offensichtlich alle Beteiligten, insbesondere die Beschäftigten, vor vollendete Tatsachen. Das kann nicht sein.“ Zu den Nachrichten rund um die Schließung des Standorts äußert sich Kalthoff ebenso kritisch bis erbost: „Dass nun 200 Kilometer weiter westlich, nämlich in Gießen, ein neues Logistikzentrum eröffnet wird – und damit angeblich der Erfurter Standort obsolet wird – ist typisch profitgetriebene Konzernlogik. Der DAX-Riese Zalando zeigt damit nur: Die hier Beschäftigten und die Region sind für ihn völlig unerheblich. Wenn man nun bei Zalando von ‚Integrität und Mitgefühl‘ spricht, ist das einfach zynisch.“
Kalthoff: „Ich gehe davon aus, dass nun alles möglich gemacht wird, um den Standort und damit die Arbeitsplätze doch noch zu halten. Dazu braucht es jetzt dringend Gespräche zwischen dem Konzern und der Landesregierung. Sollte eine Schließung nicht abgewendet werden können, muss schnell und unbürokratisch geprüft werden, wie betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sozial abgesichert, weiterqualifiziert und wieder in Beschäftigung gebracht werden können.“
Sprecher für Wirtschaft und Arbeit, Umwelt, Energie, Naturschutz, Forsten, Landwirtschaft und Ländlichen Raum

