Pressemitteilung
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26. Januar 2026
Liebscher: Erinnerung ist Auftrag - „Wehret den Anfängen“ heißt: Menschenwürde und Demokratie konsequent verteidigen
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Thüringen, Lutz Liebscher, nimmt morgen an der Gedenkstunde des Thüringer Landtags zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus teil. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen.
„Der 27. Januar ist kein Datum für Routine, sondern für Haltung. Die Verbrechen des Nationalsozialismus begannen nicht mit Lagern, sondern mit Entmenschlichung: mit Abwertung, Ausgrenzung und dem schleichenden Angriff auf die Würde einzelner Menschen. Genau deshalb gilt: Wehret den Anfängen – in Sprache, in Politik und in unserem gesellschaftlichen Umgang miteinander“, erklärt Liebscher.
Liebscher verweist darauf, dass diese Verantwortung auch sehr gegenwärtig sei: „Wenn ausgerechnet im Landtag Rechtsextremisten hofiert werden und über Konzepte wie ‚Remigration‘ gesprochen wird, dann ist das ein Warnsignal. Solche Ideen sind kein ‚Tabubruch aus Versehen‘, sondern Teil einer Strategie, Menschenrechte zu relativieren und unsere offene Gesellschaft zu spalten. Dem stellen wir uns entschieden entgegen – demokratisch, rechtsstaatlich und mit klarer Kante.“
Gerade das diesjährige Gedenken an die Opfer der NS-„Euthanasie“ mahne zur Wachsamkeit: „Die Einteilung in ‚wertvoll‘ und ‚unwert’ war der Ausgangspunkt unfassbarer Verbrechen. Unsere Konsequenz heute kann nur sein: Menschenwürde ist unteilbar – und sie zu schützen ist Aufgabe der demokratischen Politik, jeden Tag.“

