Pressemitteilung
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16. April 2026
Kernkraftdebatte löst kein einziges aktuelles Problem

Die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag weist die erneuten Forderungen nach einer Rückkehr zur Kernkraft zurück. Für den energiepolitischen Sprecher Moritz Kalthoff lenkt die Debatte von den eigentlichen Herausforderungen einer sicheren, bezahlbaren und zukunftsfesten Energieversorgung ab.
„Die Rückkehr zur Kernkraft ist keine Antwort auf die energiepolitischen Fragen dieser Zeit. Sie bindet Aufmerksamkeit, ohne eines der aktuellen Probleme tatsächlich zu lösen“, erklärt Moritz Kalthoff, energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag.
Aus Sicht der SPD-Fraktion würde ein Wiedereinstieg weder kurzfristig die Strompreise senken noch die Versorgungssicherheit erhöhen. Reaktivierung oder Neubau von Anlagen wären mit langen Zeiträumen, hohen Kosten und offenen Endlagerfragen verbunden. Notwendig seien stattdessen Investitionen in den Netzausbau, in Speicher und in den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien.
„Wir brauchen jetzt Entscheidungen, die Versorgungssicherheit stärken und Energie bezahlbar halten. Dafür kommt es auf moderne Infrastruktur, schnellere Verfahren und einen verlässlichen Ausbau der Erneuerbaren an – nicht auf Debatten über Technologien aus der Vergangenheit“, so Kalthoff.
Die SPD-Fraktion spricht sich deshalb dafür aus, die politischen und wirtschaftlichen Kräfte auf die konkrete Modernisierung des Energiesystems zu konzentrieren. Gerade für Industrie, Mittelstand und Verbraucherinnen und Verbraucher in Thüringen komme es auf Planbarkeit, Tempo und Verlässlichkeit an.
Sprecher für Wirtschaft und Arbeit, Umwelt, Energie, Naturschutz, Forsten, Landwirtschaft und Ländlichen Raum
