Pressemitteilung
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19. März 2026
Honorarkürzung bei Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten muss gestoppt werden

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Dr. Cornelia Urban, kritisiert die geplante Absenkung der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen um 4,5 Prozent zum 1. April 2026 scharf und fordert ein Eingreifen des Bundesgesundheitsministeriums.
Dr. Cornelia Urban erklärt dazu:
„Diese Honorarkürzung ist das falsche Signal zur falschen Zeit. Der Erweiterte Bewertungsausschuss trägt mit seiner Entscheidung dazu bei, ein ohnehin angespanntes Versorgungsfeld weiter unter Druck zu setzen. Das Bundesgesundheitsministerium steht jetzt in der Verantwortung, diese Fehlentscheidung nicht einfach laufen zu lassen.“
Schon heute seien psychotherapeutische Angebote vielerorts knapp, Wartezeiten lang und der Zugang gerade im ländlichen Raum schwierig. Besonders fatal wäre eine weitere Verschlechterung mit Blick auf Kinder und Jugendliche, deren psychische Belastungen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben. In Thüringen wären von der Kürzung nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung rund 600 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten betroffen.
„Wer ambulante Psychotherapie schwächt, verschärft bestehende Probleme für Patientinnen und Patienten. Psychotherapeutische Versorgung ist keine Leistung, bei der man folgenlos sparen kann. Ich erwarte, dass die Verantwortlichen auf Bundesebene diesen Beschluss korrigieren und für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen“, so Dr. Urban.
Die SPD-Fraktion unterstützt die Forderung, die geplante Honorarkürzung zurückzunehmen und die ambulante psychotherapeutische Versorgung zu stärken statt zu schwächen.
Vizepräsidentin des Thüringer Landtags
Sprecherin für Soziales, Gesundheit, Familie und Sport
