Pressemitteilung

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11. Juni 2026

GMK macht Prävention zur Gesamtstrategie - Urban: „Jetzt zählt die Umsetzung“

Die 99. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Hannover hat Prävention zur gesundheitspolitischen Gesamtstrategie erklärt und das mit klarer Thüringer Handschrift. Für die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag ist damit der Auftrag verbunden, die Beschlüsse jetzt in die Tat umzusetzen: allem voran bei der Zahngesundheit und der Ernährungsprävention, insbesondere für Kinder und Menschen, die von Vorsorge bisher zu wenig erreicht werden.

„Ob ein Kind gesunde Zähne hat und gesund aufwächst, darf nicht davon abhängen, wie viel Geld die Eltern haben. Prävention ist zuallererst eine Frage der Gerechtigkeit“, sagt Dr. Cornelia Urban, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Dass Thüringen dieses Thema bundesweit vorantreibt, ist ein starkes Signal.“

Auf Antrag des Freistaats haben die Länder beschlossen, die Mund- und Zahngesundheit gezielt zu stärken: Präventionsangebote in Kitas und Schulen werden ausgebaut, Menschen mit Pflegebedarf oder Behinderungen stärker berücksichtigt. Denn trotz insgesamt besserer Karieswerte sind die sozialen Unterschiede weiterhin groß.

Als Mitantragsteller hat Thüringen zudem angestoßen, dass der Bund beim Zuckerkonsum stärker aufklären und handeln soll; durch verständliche Kennzeichnung, besseren Schutz von Kindern vor Werbung und der Prüfung einer Zuckerabgabe. Sollte eine Abgabe beschlossen werden, müssen die Einnahmen aus Sicht der SPD-Politikerin Urban der Gesundheit auch wieder zugutekommen und für Prävention und eine stabile Krankenversicherung eingesetzt werden.

„Gute Beschlüsse helfen nur, wenn sie bei den Menschen ankommen. Aufklärung allein reicht nicht: Gesunde Entscheidungen müssen im Alltag immer die einfacheren sein“, so Urban weiter. „Genau daran werden wir im Landtag arbeiten.“

In Thüringen ist der Kurs dafür gesetzt: CDU, BSW und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, Gesundheitsförderung und Prävention zu stärken und den Öffentlichen Gesundheitsdienst mit einem modernen Landesgesetz neu aufzustellen. 

Vizepräsidentin des Thüringer Landtags

Sprecherin für Soziales, Gesundheit, Familie und Sport