Pressemitteilung
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14. August 2026
60 km/h für Simson-Reimporte: Thüringer Antrag wirkt - Jetzt kommt es auf die schnelle Umsetzung in den Ländern an

Reimportierte Simson-Mopeds sollen künftig genauso 60 km/h fahren dürfen wie die Fahrzeuge, die einst in der DDR zugelassen waren. Das Bundesverkehrsministerium hat sich heute für die Gleichstellung ausgesprochen und den Ländern empfohlen, sie umzusetzen. Damit greift ein Anlauf, den der Thüringer Landtag im September 2025 mit dem gemeinsamen Antrag von CDU, BSW und SPD „Willkommen Zuhause – vereinfachte Zulassung für reimportierte Simson-Mopeds“ gestartet hatte.
Dazu Lutz Liebscher, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag: „Zwei Mopeds aus demselben Werk in Suhl, mit derselben Technik, demselben Baujahr, aber mit unterschiedlichen Regeln. Das war niemandem zu erklären, deshalb haben wir es nicht hingenommen. Für viele junge Leute im ländlichen Raum ist die Simson kein Sammlerstück, sondern das erste eigene Verkehrsmittel: der Weg zur Berufsschule, zum Ausbildungsbetrieb oder zum Training. Jetzt liegt es an den Ländern, aus der Empfehlung schnell gelebte Praxis zu machen. Thüringen hat den Stein ins Rollen gebracht und sollte auch bei der Umsetzung vorn liegen.“
Der Bund stützt seine Auffassung auf den Einigungsvertrag: Dort ist kein Ort des Inverkehrbringens genannt. Fahrzeuge, die für den Export gebaut, im Ausland zugelassen und später zurückgeholt wurden, können deshalb einbezogen werden. Genau dieser Punkt war zwischen Bund und den Ländern bislang strittig.
