Die Arbeitsgruppe „Haushalt und Finanzen“ der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag hat sich heute bei einem Vor-Ort-Termin beim Geschäftsführer der „Thüringer Fernwasserversorgung“, Thomas Stepputat, über die wirtschaftliche Situation und die zu bewältigenden Herausforderungen der Anstalt informiert.

Im Gespräch mit dem Geschäftsführer der Anstalt, Herrn Stepputat, spielten die finanziellen Rahmenbedingungen für das Unternehmen die Hauptrolle.

„Trinkwasserbereitstellung und Hochwasserschutz sind wichtige Aufgaben der Thüringer Fernwasserversorgung, die durch das Land finanziell unterstützt oder gar komplett getragen werden. Daher ist es nur folgerichtig, dass wir Finanzpolitiker uns dafür interessieren“, so Dr. Werner Pidde, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Die Sorge der Finanzpolitiker, dass weiter sinkende Einwohnerzahlen zu geringeren Abnahmemengen und einer Preissteigerungsspirale führen könnten, konnte der Geschäftsführer zerstreuen. Die Erschließung zusätzlicher Versorgungsgebiete und ein neues Preismodell, bei dem zusätzliche Abnahmemengen durch günstigere Preise honoriert werden, sollen den Folgen der demografischen Entwicklung entgegen wirken.

„Die Fernwasserversorgung steht immer in Konkurrenz zur Eigenwasserversorgung durch die Wasserzweckverbände. Wenn nicht allein der Abnahmepreis für das Roh- bzw. Fernwasser, sondern auch notwendige zusätzliche Investitionen in den Wasserzweckverbänden in die Betrachtung einbezogen werden, gibt es gute Argumente für die Nutzung des Fernwassers. Ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft weitere Verbände überzeugen können, mehr Fernwasser abzunehmen“, so Stepputat.

Ein wichtiges Thema im gemeinsamen Gespräch war zudem die Unterstützung von Investitionen der Thüringer Fernwasserversorgung durch das Land. SPD-Finanzpolitiker Pidde bestätigte, dass im Doppelhaushalt 2018/2019 zusätzliche Planungs- und Investitionsmittel für Anlagen und Projekte der Thüringer Fernwasserversorgung zur Verfügung stehen sollen. Einigkeit bestehe beispielsweise darin, im nächsten Doppelhaushalt 6 Millionen Euro für die Planung der Sanierung der Talsperre Weida bereitzustellen. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um eine stärkere touristische Nutzung der Weidatalsperre zu ermöglichen.

Vincent Ackermann
Referent für Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und Neue Medien