„Zu Beginn des kommenden Schuljahres müssen die ersten Schritte zur Verbesserung der Unterrichtssituation an den Schulen greifen“, fordert Dr. Thomas Hartung, der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, anlässlich der heutigen Vorstellung des „Thüringenplans“ durch das Bildungsministerium. Minister Holter habe in den vergangenen Monaten zu Recht einen breiten Diskussionsprozess geführt und dabei wichtige Anregungen für die Weiterentwicklung des Thüringer Schulwesens gesammelt. „Nun gilt es aber, Fahrt aufzunehmen und sich so rasch wie möglich an die konkreten Problemlösungen zu machen“, so Dr. Hartung weiter.

Der Sozialdemokrat verweist darauf, dass die Koalitionsfraktionen dem Bildungsministerium im aktuellen Doppelhaushalt den breitesten Einstellungskorridor für Nachwuchspädagogen zur Verfügung gestellt haben, den es in Thüringen bislang gegeben hat. „Das Bildungsministerium kann 2018 und 2019 mehr als 1.500 Pädagogenstellen unbefristet besetzen. Dazu kommen noch 600 weitere befristete Einstellungsmöglichkeiten“, erläutert Dr. Hartung. „An den Schulen greift dieser Einstellungskorridor aber noch nicht im gewünschten Umfang. Hier muss zu Schuljahresbeginn deutlich mehr passieren.“ Auch andere im „Thüringenplan“ benannte Lösungsansätze wie die Einführung des Schulbudgets, eine Werbekampagne für den Lehrerberuf im Freistaat oder die Fortführung der Vertretungsreserve seien bereits im Doppelhaushalt 2018/19 finanziell verankert. „Minister Holter kann also sofort loslegen, den ‚Thüringenplan‘ umzusetzen“, erklärt der Bildungspolitiker abschließend.

 

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin