„Was lange währt, wird endlich gut. Dem Bestattungswald in Bad Berka steht nun nichts mehr entgegen“, fasst die SPD-Landtagsabgeordnete Eleonore Mühlbauer zusammen. Das Thüringer Finanzministerium hat grünes Licht für den Nutzungsvertrag mit ThüringenForst gegeben. Die Forstanstalt wiederum hat den Nutzungsvertrag unterschrieben an die Stadt versandt. „Der Bestattungswald wird als hoheitliche Aufgabe der Stadt Bad Berka geführt. Ergänzende Dienstleistungen werden notwendigenfalls durch einen Verwaltungshelfer erledigt“, erklärt die Sozialdemokratin.

Das Bestattungsgesetz wurde bereits im letzten Jahr einer Novellierung unterworfen, um auch explizit Bestattungswälder in Thüringen zu ermöglichen. Dies hatte bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative, mit der die Abgeordnete bereits seit Jahren in Kontakt steht, die berechtigte Hoffnung einer baldigen Lösung geweckt. „Ich freue mich sehr, dass nach enger und intensiver Abstimmung mit der Stadt und den zuständigen Ministerien der Bestattungswald in Bad Berka eingerichtet werden kann“, fasst  die Abgeordnete zusammen. Nach einem von Mühlbauer initiierten Gesprächstermin in Bad Berka im August mit Finanzstaatssekretär Hartmut Schubert, Vertretern des Innen- und des Infrastrukturministeriums sowie der Forstanstalt waren die Gespräche nochmal konkreter geworden. „Im weiteren Prozess konnten die offenen Fragen des Innenministeriums ausgeräumt werden. Wir haben es gemeinsam geschafft, an dieser Stelle Rechtssicherheit für alle herzustellen.“ Bürgermeister Volker Schaedel wird die notwendigen, vom Stadtrat bereits beschlossenen Satzungen in Kürze in Kraft setzen. Der Bestattungswald soll nach Plänen der Stadt dann im Frühjahr eröffnet werden.

„Es handelt sich um ein sehr sensibles Thema. Auch Bestattungskultur entwickelt sich weiter, Politik und Verwaltung muss diesem Umstand Rechnung tragen. Ein Bestattungswald berücksichtigt den Bedarf an einer würdigen letzten Ruhestätte in der Natur. Ich freue mich sehr, dass sich die Stadt Bad Berka auf den Weg gemacht hat und gemeinsam mit dem Forst ein Angebot schafft“, so Mühlbauer.

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin