Dorothea Marx erklärt zum Fraktionswechsel von Marion Rosin:

„Marion Rosins Begründung für ihren Austritt aus der SPD-Landtagsfraktion ist unglaubwürdig. Denn es war Marion Rosin, die schon vor 2014 zu den glühendsten Verfechtern einer rot-rot-grünen Koalition gehörte. So zeigt sie sich auf ihrer noch nicht deaktivierten Website in einer Meldung vom 1. Dezember 2014 stolz darüber, selbst die Themenfelder Bildung, Wissenschaft, Hochschule und DDR-Unrecht im Koalitionsvertrag mit ausgehandelt zu haben.

Nach der Wahl von Bodo Ramelow zum Thüringer Ministerpräsidenten ließ sie sich in der Presse zitieren, dass sie froh über die Koalition sei, auf die sie viele Jahre hingearbeitet habe, sie wolle politisch andere Akzente setzen als in den vergangenen 24 Jahren CDU-Regierung.

Als bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion hatte Marion Rosin bis gestern die Umsetzung der von ihr selbst ausgehandelten Ziele in der Hand. Niemand hat sie dabei behindert. Zahlreiche Beschlüsse der Koalition hat sie selbst mit herbeigeführt. Eine angebliche Bevormundung durch eine dogmatische Linke hat es nicht gegeben. In der R2G-Koalition wird auf Augenhöhe zusammengearbeitet. Wenn sich Frau Rosin nun in ihrer neuen politischen Heimat zur Kronzeugin gegen ihre eigene bisherige Politik machen lässt, ist dies wenig glaubwürdig.“

Elisabeth Kaiser
Pressesprecherin