Um Personal im Schulbereich langfristig zu sichern und die Attraktivität des Lehrerberufs zu erhöhen, haben die Koalitionsfraktionen heute ein Maßnahmenpaket in den Landtag eingebracht. In dem Antrag „Zukunft im Bildungsbereich gestalten – Nachwuchs für gute Schule sichern“ geht es unter anderem um eine Weiterentwicklung des Personalentwicklungskonzepts Schule von 2013, um eine Werbekampagne für den Schuldienst in Thüringen, um eine verbesserte Studienberatung für Lehramtsstudierende, um die Einführung eines Landesstipendiums für Lehramtsstudierende in Mangelfächern, um verbesserte Karrierechancen von Lehrerinnen und Lehrern durch eine Novellierung des Besoldungsgesetzes, um ein Seiteneinsteigerprogramm, um die Einführung eines Schulbudgets und um den Unterricht besser absichern zu können.

Dazu sagt Torsten Wolf, der bildungspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE: „Nachdem die Reformkommission Schule im Auftrag des Ministerpräsidenten wichtige und zukunftsweisende Vorschläge zur Erreichung einer Unterrichtsgarantie unterbreitet hat, legen die Koalitionsfraktionen erste Maßnahmen zur Verbesserung im Lehrerberuf vor. Neben der Erhöhung der Bezahlung von Regelschullehrern und einem Schulbudget geht es vor allem um die Sicherung des zukünftigen Lehrerbedarfes u.a. durch gezielte Werbemaßnahmen im Bereich Regelschullehramt und berufsbildende Lehrämter, um mehr Autonomie für die einzelnen Schulen und Entbürokratisierung im Schulalltag. Damit können wichtige Schritte für Gute Schule und eine Unterrichtsabsicherung gegangen werden, die in den anstehenden Haushaltsverhandlungen noch finanziell abgesichert werden müssen.“

Christoph Matschie, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion ergänzt: „Für die SPD ist es besonders wichtig, dass wir, neben einer dringend erforderlichen kurzfristigen Verbesserung der Personalsituation an den Schulen, auch zu einer langfristigen Absicherung des Personalbedarfs kommen. Das geht nur, wenn das Land jetzt den Lehrerberuf in Thüringen dauerhaft attraktiv gestaltet. Die Rückkehr zur Lehrerverbeamtung und die anstehende Besoldungserhöhung bei Regelschullehrern sind wichtige Schritte auf diesem Weg gewesen. In unserem Antrag fordern wir ein Landesstipendium für Lehramtsstudierende in Mangelfächern, die Stellenausschreibung durch die Schulen und ein Programm ‚Geld statt Stellen‘, um die Personalsituation weiter zu verbessern.“

Abschließend erklärt Astrid Rothe-Beinlich, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Eine nachhaltige Personalpolitik im Schulbereich gelingt nur, wenn wir endlich auch ein modernes Besoldungsgesetz entwickeln, das attraktive und transparente Karrierewege auch im Thüringer Schuldienst ermöglicht. Klar muss sein, dass wer Verantwortung im Schuldienst übernimmt, auch entsprechend entlohnt wird. Außerdem legen wir großen Wert darauf, die Attraktivität für Seiteneinsteiger*innen weiter zu steigern, indem Nachqualifizierungsangebote eröffnet und dafür auch die nötigen Zeiträume zur Verfügung gestellt werden. Entscheidend sind insgesamt wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Personalsituation im Schulbereich. Wir sind guten Mutes, mit dem von uns vorgelegten Maßnahmenpaket dazu einen wichtigen Beitrag zu leisten.“