Zur heutigen Plenarsitzung hatten die Koalitionsfraktionen DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Aktuelle Stunde zu den angekündigten Bestrebungen einer Übernahme von Opel/Vauxhall durch PSA-Peugeot beantragt. Die wirtschaftspolitischen Sprecher der drei Fraktionen erklären hierzu:

Dieter Hausold, DIE LINKE: „Die Übernahme von Opel durch PSA-Peugeot kann eine positive Entwicklung für Opel bedeuten. Dazu muss aber zuallererst die Verunsicherung der Beschäftigten ein Ende haben: die Betriebsräte brauchen vollen Zugang zu den Verhandlungen, es müssen schriftliche Zusicherungen für alle Arbeitsplätze, Standorte und tarifliche Vereinbarungen abgegeben werden. Hier ist PSA-Peugeot zeitnah in der Pflicht.“

Oskar Helmerich, SPD: „Die Marktanteile von Opel und PSA-Peugeot ergänzen sich gut und beide Unternehmen verfolgen die Strategie, künftig stärker auf Zukunftsmärkte wie Elektromobilität zu setzen. Zudem erhielte Opel bei einem Zusammenschluss mit PSA wieder einen Zugang zu Wachstumsmärkten, der dem Unternehmen bisher durch die Zugehörigkeit zu General Motors verwehrt ist. Für eine gute Entwicklung beider Unternehmen ist es jedoch entscheidend, dass die Traditionsmarke Opel erhalten bleibt und bisherige Investitionszusagen für Opelstandorte fortbestehen.“

Olaf Müller, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Die Übernahme bietet die Chance, zügiger auf CO2-arme Antriebstechnologien umzusteigen. Opel hat hier jahrzehntelange Forschungserfahrungen, die es intensiver zu nutzen gilt, um insbesondere den Standort Eisenach langfristig zu sichern.“