Die SPD-Abgeordnete Claudia Scheerschmidt zeigte sich besorgt, angesichts der Vorkommnisse im thüringischen Gießübel. Dabei wurden einem MDR-Bericht zufolge Feuerwehrleute im Einsatz von einem Anwohner massiv angepöbelt und bedrängt, so dass die Polizei eingeschaltet werden musste. „Es ist nicht das erste Mal, dass Feuerwehr und Rettungskräfte derartig in ihrer Arbeit behindert werden. Schon seit langem beklagen die Einsatzkräfte, dass sie zunehmend mit Anfeindungen und mitunter sogar tätlichen Angriffen konfrontiert werden, während sie Brände löschen oder Verletzte bergen wollen. Ich habe kein Verständnis dafür, wenn das vielfach ehrenamtliche Engagement unserer Feuerwehren durch ein solches unangemessenes Verhalten mit Füßen getreten wird und dadurch Menschen in Leben und Gesundheit gefährdet werden.“

 

Das Problem beschränkt sich dabei nicht auf Feuerwehren und Rettungsdienste. Auch die Thüringer Polizei beklagt seit langem mangelnden Respekt gegenüber Beamten und eine gestiegene Gewaltbereitschaft. Als kommunalpolitische Sprecherin fordert Claudia Scheerschmidt in diesem Zusammenhang eine Landeskampagne, die den Aufgaben von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gewidmet ist. „Leider hat die Wertschätzung gegenüber Feuerwehren und Rettungsdiensten, aber auch gegenüber der Polizei, in den letzten Jahren stark abgenommen. In dieser Situation ist auch das Land gefordert. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir – spätestens mit dem kommenden Haushalt – eine durch das Land finanzierte Kampagne für die Thüringer Rettungskräfte und die Polizei auflegen. Jeder kann unverschuldet in eine Notlage geraten und ist dann plötzlich auf die schnelle Hilfe angewiesen. Ich möchte, dass sich eine Landeskampagne genau diesem Thema widmet, um das teilweise abhanden gekommene Bewusstsein für diese wichtigen Aufgaben von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zu stärken.“

 

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin