Thüringen ist eines der wenigen Bundesländer, in denen bei der Ausbildung zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger noch Schulgeld beim Besuch nichtstaatlicher Schulen erhoben wird. Darüber hinaus entstehen den Auszubildenden und Umschülern weitere Kosten in Form von Prüfungs- und Zulassungsgebühren. Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Birgit Pelke nimmt dies zum Anlass für eine parlamentarische Anfrage. Darin will sie unter anderem von der Landesregierung wissen, in welchem Umfang Auszubildende und Umschüler aktuell in Thüringen Schulen besuchen und wie hoch das monatlich erhobene Schulgeld ist.

 

Der weitaus größte Teil der Auszubildenden in der Altenpflege in Thüringen besucht nichtstaatliche Schulen. Zugleich besteht in der öffentlichen Diskussion Einvernehmen, dass zur besseren gesellschaftlichen Anerkennung der Pflegeberufe und zur Vermeidung von Fachkräftemangel auch die Attraktivität der Ausbildungsberufe, insbesondere in der Altenpflege gesteigert werden muss.

 

Dazu die Abgeordnete: „Ich setze mich mit meiner Fraktion dafür ein, dass das Schulgeld für Azubis in der Altenpflege schnellstmöglich abgeschafft wird. Durch eine kurzfristige Übernahme sollten wir noch in diesem Jahr damit beginnen.“

Mit der parlamentarischen Anfrage sollen die Positionen der SPD-Landtagsfraktion zum kürzlich verabschiedeten Eckpunktepapier zur Altenpflege weiter untersetzt werden.


Hintergrund:
Die SPD-Landtagsfraktion hat in ihrer diesjährigen Sommerklausur ein Eckpunktepapier mit einem Bündel von Maßnahmen zur Altenpflege verabschiedet. Die Abschaffung von Schulgeld und Gebühren sind dabei ein erster, schnell umsetzbarer Baustein.
Das Pflegepapier ist unter https://www.spd-thl.de/altenpflege-in-thueringen/ abrufbar.

 

Bianca Wiedemann
Stellv. Pressesprecherin