Dazu erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Eleonore Mühlbauer: „Diese Nachricht ist hocherfreulich – aber auch eine Pflicht aus unserer politischen Verantwortung heraus, dass wir die Arbeitnehmer nicht im Regen stehen lassen. Es bestätigt, dass es sich bei den Kolleginnen und Kollegen um hochqualifiziertes Personal handelt, das am Erfurter Kreuz gebraucht wird. Damit leistet die Transfergesellschaft einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung vor Ort.“

Die Transfergesellschaft, die Mitte August mit rund 480 Beschäftigen gestartet ist, hat zur Halbzeit die erfreulich positive Bilanz ziehen können, dass noch rund die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits andere Beschäftigungsverhältnisse aufgenommen haben. Die neuen Arbeitgeber sind zum größten Teil selbst am Erfurter Kreuz ansässig und sind alles tarifgebundene oder tarifangelehnte Betriebe.

Bis zur Auflösung der Transfergesellschaft am 28.2.2018 sei außerdem davon auszugehen, dass auch mit Unterstützung der Arbeitsagentur und der IG Metall die restlichen Beschäftigten problemlos vermittelt werden. Die Arbeitsagentur betonte dies vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass die ehemaligen SolarWorld-Beschäftigten sehr gute Qualifikationen aufweisen.

Wie die Wirtschaftspolitikerin Mühlbauer betont, unterstreicht die Insolvenz von SolarWorld die Notwendigkeit, weiter in den Industriestandort zu investieren. „Solche Ereignisse zeigen, dass wir uns nicht auf der guten wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre ausruhen dürfen, sondern weiter in die Erweiterung von Gewerbeflächen, Forschungsförderung und Digitalisierung investieren müssen“, so Eleonore Mühlbauer. Nur so könnten am Standort Arnstadt und am Erfurter Kreuz auch Fachkräfte gesichert werden, schließlich befände sich dort die höchste Industriearbeitsdichte Thüringens.

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin