Diana Lehmann: Gute Arbeit und gute Löhne gehören zusammen

29 Jun 2020

Morgen trifft sich die Mindestlohnkommission, um ihren Vorschlag zur Höhe des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland ab 2021 zu besprechen. Aktuell liegt der Mindestlohn bei 9,35 Euro pro Stunde, SPD und Gewerkschaften streben einen Stundenlohn von 12 Euro an.

Von einer Erhöhung des Mindestlohns profitieren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Osten überdurchschnittlich, so die Arbeitsmarktpolitikerin der SPD-Landtagsfraktion, Diana Lehmann. „Das Lohnniveau im Osten ist deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Von einer Anhebung des Mindestlohns profitieren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Osten deshalb auch besonders. Mit besseren Löhnen schaffen wir Planungssicherheit, besonders für junge Menschen und Familien. Wenn wir wollen, dass sie sich für eine Zukunft in Thüringen entscheiden, brauchen wir einen deutlichen Anstieg der Löhne, gerade vor dem Hintergrund der Pandemie. Wir leisten mit Lohnsteigerungen damit auch einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität Thüringens als Wirtschaftsstandort.“

Darüber hinaus hat die Steigerung der Tarifbindung für Lehmann weiterhin Priorität: „Ohne gute Löhne werden alle anderen Maßnahmen zur Fachkräftesicherung ins Leere laufen. Das Argument der Unternehmen, durch die Corona-Krise sei die Belastung ohnehin enorm und dürfe nicht noch gesteigert werden, halte ich für nicht ausreichend, um gegen eine Erhöhung des Mindestlohns zu sein. Gute Arbeit und gute Löhne gehören untrennbar zusammen und schon 2015, mit der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, haben sich nicht die erwarteten negativen Folgen eingestellt“, so die Sozialdemokratin.

Seit der Einführung des Mindestlohns 2015 kommt die Kommission alle zwei Jahre zusammen, um über eine Anhebung zu beraten. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aktuell 40 Stunden die Woche zu Mindestlohnbedingungen arbeiten, kommen auf 1570,80 Euro brutto. „Allerdings bekommen laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung immer noch knapp vier Millionen Menschen weniger Geld ausgezahlt. Und gerade im Osten arbeiten viele Menschen in Teilzeit oder haben Mini-Jobs und bekommen entsprechend weniger Gehalt. Jede Anhebung des Mindestlohns ist für sie deutlich spürbar,“ so Lehmann.

 

Diana Lehmann

Diana Lehmann

Wahlkreis Suhl / Schmalkalden-Meiningen IV

Parlamentarische Geschäftsführerin

Sprecherin für Arbeit, Wirtschaft, Tourismus, Rente, Familie, Soziales, Kinder und Jugend, Finanzen

Zuständig für:

  • Suhl
  • Sonneberg
  • Ilm-Kreis

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