Matthias Hey: Tag der Deutschen Einheit ist Feiertag und Mahnmal zugleich

2 Okt 2019

Am 3. Oktober jährt sich die deutsche Wiedervereinigung zum 29. Mal. Der Tag der Deutschen Einheit steht für die Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler, die für die Freiheit und Demokratie auf die Straße gegangen sind. Zu diesem wichtigen Datum und dem nächsten demokratischen Ereignis, den Thüringer Landtagswahlen, zieht Thüringens SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Hey Bilanz:

 

„Der Tag der Deutschen Einheit ist ein Feiertag für das Volk. Er soll daran erinnern, dass die Menschen mit einer friedlichen Revolution ihr gespaltenes Land wieder einten. Besonders für die Ostdeutschen kamen mit der Wende viele Veränderungen. Endlich konnte Demokratie gelebt werden, endlich war die Zeit politischer Gesinnungsschnüffelei vorbei. Leider ist nicht allen an diesem Tag zum Feiern zu Mute. Manch einer fühlt sich auf der Strecke geblieben und als  ‚Wendeverlierer‘.

Der Einheitsbericht der Bundesregierung bestätigt das immer noch unausgeglichene Verhältnis von Ost und West. Weniger Rente und weniger Lohn für längere Arbeitszeiten – das ist die Ungerechtigkeit, mit der sich die Ostdeutschen konfrontiert sehen. Auch daran soll dieser Tag uns immer wieder erinnern – vor allem daran, diese Ungerechtigkeiten endlich aus der Welt zu schaffen.

Das war auch das Ziel der SPD-Fraktion in dieser Legislaturperiode: auf Bundesebene beim Mindestlohn oder der Grundrente, auf Landesebene für ein faires Vergabegesetz, besserer Personalvertretung oder kostenfreier Kita. Und wir arbeiten auch nach den Landtagswahlen weiterhin an einer gerechten Lösung für alle.

Trotz bestehender Unterschiede sollten wir die positive Entwicklung unseres Freistaates nicht außer Acht lassen. Unter Rot-Rot-Grün etablierten sich eine stabile Wirtschaft und ein beliebter Hochschulstandort, sodass es immer mehr Menschen auch aus dem Westen nach Thüringen zieht.

Die größte Errungenschaft für den Osten bleiben nicht zuletzt die demokratischen Wahlen. Am 27.10.2019 haben die Thüringer und Thüringerinnen die Möglichkeit frei und unabhängig ihr Landesparlament zu wählen – genau das, wofür sich vor 29 Jahren ein ganzes Volk eingesetzt hat.“

 

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin

Matthias Hey

Matthias Hey

Fraktionsvorsitzender

Kontakt aufnehmen