Zu den Behauptungen der CDU-Fraktion, die Räumung des Aktenlagers Immelborn sei rechtswidrig, äußert sich die Abgeordnete und Obfrau der SPD-Fraktion des Untersuchungsausschusses UA 6/2 Diana Lehmann:

„Die CDU-Fraktion beruft sich  in ihrer Aussage auf ein Gutachten der Landtagsverwaltung, das sich explizit nicht mit dem Fall Immelborn auseinandersetzt. Das betont die Landtagsverwaltung, die das Gutachten erstellt hat, selbst in ihrem Vorwort. Die CDU will einen Sachverhalt bewerten lassen, der so gar nicht festgestellt wurde. Ein Richter kann auch nicht hypothetisch urteilen. Wenn eine Fahrerflucht bestraft werden soll, braucht es auch jemanden, der vom Unfallort weggefahren ist: ohne Unfall, kein Unfallort –  ohne Unfallort, keine Fahrerflucht. Die CDU macht sich nicht einmal die Mühe, uns im Fall Immelborn zu erklären, wo der Unfall stattfand.“

Der Zwischenbericht des Untersuchungsausschusses befasst sich detailliert mit anderthalb Jahren Beweisaufnahme, mit Zeugenvernehmungen und Verlesungen und kommt zu einem anderen Ergebnis, als es die CDU darstellt. Die CDU hatte die Chance an diesem Bericht aktiv mitzuarbeiten. Stattdessen werfe sie nun mit Behauptungen um sich, die sie selbst nicht belegt.

„Wer anderthalb Jahre Beweisaufnahme einfach ignoriert, ist nicht an Aufklärung interessiert. Das ist eine Show auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler“, so Lehmann. Es ergibt sich für die SPD-Politikerin das Bild „einer Oppositionsfraktion, die nicht mit parlamentarischen Mitteln gestalten will.  Das ist ein unredliches und parlamentsschädigendes Verhalten. Das ist die Oppositionspolitik der CDU-Fraktion.“