Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses der Fraktionen DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden in der kommenden Sitzung am Donnerstag die Situation des Siemens-Generatorenwerkes in Erfurt thematisieren. Neben einer Berichterstattung seitens der Landesregierung hat die Koalition den Betriebsratsvorsitzenden und Mitglied der „Task Force Siemens“, Mario in der Au eingeladen. Dazu die VertreterInnen der rot-rot-grünen Landesregierung:

Dieter Hausold, Sprecher für Wirtschaftspolitik der Fraktion von DIE LINKE: „Ich freue mich, dass wir auch im Rahmen des Wirtschaftsausschusses den Dialog mit dem Betriebsrat des Siemens-Generatorenwerks fortsetzen. Für mich bleibt es dabei: Milliardengewinne und Massenentlassungen müssen sich gegenseitig ausschließen. Die Beschäftigten in Erfurt und den anderen Standorten haben durch ihre Arbeit den Erfolg und die hohen Gewinne erst ermöglicht, sie haben sich einen sicheren Arbeitsplatz im Siemens-Verbund verdient.“

Eleonore Mühlbauer, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Wir stehen fest an der Seite der Beschäftigten des Erfurter Siemens-Werkes. Die hier produzierten Generatoren werden wegen ihrer hohen Qualität international nachgefragt. Es ist nicht hinzunehmen, dass der Siemens-Konzern ein so erfolgreiches Werk und die dortigen Arbeitsplätze in Frage stellt.“

Olaf Müller, Sprecher für Wirtschaftspolitik der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Die Hängepartie, die Siemens seinen Beschäftigten im Erfurter Generatorenwerk abverlangt, hat wenig mit der sozialen Verantwortung eines Großkonzerns für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu tun. Wir fordern eine tragfähige Perspektive für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Siemens-Verbund am Standort Erfurt für die kommenden Jahre.“

Die Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Wissenschaft findet am 15. Februar um 14.00 Uhr im Sitzungsraum F002 des Thüringer Landtags statt, die Anhörung von Mario in der Au ist öffentlich.

Hintergrund:
Im Herbst hatte der Siemens-Konzern für das Generatorenwerk in Erfurt Entlassungen und Veränderungen angekündigt. Entweder wolle man verkaufen oder die Produktion in die USA verlagern. Wegen schlechter Geschäfte in der Kraftwerks- und Antriebstechnik will Siemens weltweit rund 6.900 Stellen streichen, etwa die Hälfte davon in Deutschland.