Jugendpolitikerin Diana Lehmann: Kindergrundsicherung ist der bessere Weg

9 Okt 2019

Viele Thüringer Familien nutzen das Teilhabepaket nicht, das unter anderem der Finanzierung von Schulessen und Schulbedarf dient. Das zeigen aktuelle Zahlen, laut denen nur 8 Prozent der Anspruchsberechtigten das Paket auch tatsächlich nutzen.

 

„Dass Thüringen noch unter dem Bundesdurchschnitt bei den Beantragungen liegt, lässt vermuten, dass wir andere Wege suchen sollten, um Kinder aus einkommensschwachen Familien zu unterstützen. Die SPD hat bereits zu Beginn des Jahres eine Kindergrundsicherung gefordert“, so Diana Lehmann, Jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag.

 

Demnach sollen Leistungen wie Kindergeld, Kinderzuschlag, Bildungs- und Teilhabe oder Hartz IV zu einem Paket mit einer monatlichen Summe pro Kind gebündelt werden. Bei der Berechnung eines Grundbetrages soll das Einkommen der Eltern berücksichtigt werden. Das kommt vor allem Alleinerziehenden und den Familien zu Gute, in denen Hartz IV beantragt wurde. Gutverdiener hingegen profitieren bereits bei dem Kinderfreibetrag bei der Steuer.

 

„Sinnvoll wäre eine Neuregelung außerdem, weil die bisherigen Leistungen und deren Beantragung alles andere als übersichtlich sind. Mit einem leicht verständlichen Antragsverfahren wäre den Familien auch aus dieser Perspektive geholfen“, so Lehmann. 

 

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin

Diana Lehmann

Diana Lehmann

Stellv. Fraktionsvorsitzende | Sprecherin für Kinder, Jugend, Strategien gegen Rechtsextremismus, Arbeit und Gleichstellung

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