Dr. Cornelia Klisch: Zweitimpfung mit Astrazeneca ermöglichen – Einheitliche Beschaffung von Sputnik V!

8 Apr 2021

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Cornelia Klisch, fordert vor der Gesundheitsministerkonferenz der Länder am kommenden Dienstag eine Wahlmöglichkeit für all die Menschen, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben.

„Wer die erste Impfung mit Astrazeneca gut vertragen hat und eine zweite Impfung möchte, der sollte nach einer eingehenden ärztlichen Beratung auch die zweite Dosis von Astrazeneca in Thüringen erhalten können, wenn er dies möchte. Gerade für Hochrisikopatienten ist die schnelle Impfung wichtig, um sich vor einem besonders schweren Covid-19-Verlauf zu schützen“, so Dr. Klisch. Derzeit werden Astrazeneca-Erstgeimpfte in Thüringen informiert, sich mit einem neuen, anderen Impfstoff als Zweitimpfung impfen zu lassen. Hierzu liegen aber bisher keine validierten Daten insbesondere zu Fragen der Verträglichkeit und Wirksamkeit einer dualen Impfung vor.

Die Sicherheit der Patientinnen und Patienten stehe dabei grundlegend an erster Stelle, so die SPD-Gesundheitspolitikerin. Deshalb ist das Angebot eines Impfstoffwechsels lobenswert, aber niemand dürfe in einer laufenden Impftherapie dazu gezwungen werden. Weiterhin spricht sich Klisch dafür aus, die Impfungen in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte durchzuführen: „Es wurde in dem Thema schon so viel Vertrauen verspielt. Deshalb ist es wichtig, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte dort verstärkt einzubinden, wo sich Arzt und Patient teilweise seit Jahren kennen und ein Vertrauensverhältnis besteht.“

Zur Diskussion um Sputnik V

Zu der Diskussion um die Beschaffung des russischen Impfstoffs Sputnik V kritisiert Klisch die Sonderwege einzelner Bundesländer wie Bayern oder Mecklenburg-Vorpommern: „Die Bundesregierung hat die Aufgabe, die Impfstoffe für ganz Deutschland zu beschaffen. Ich erwarte von der Ministerpräsidentenkonferenz, dass sie Druck auf die Bundesregierung ausübt, damit eine einheitliche Regelung für die Bundesrepublik geschaffen wird. Einzelwege verspielen das Vertrauen in die Politik und sind nur kontraproduktiv.“

Hintergrund:
Die Entscheidung über den Wechsel von Astrazeneca zu einem anderen Präparat für die Corona-Zweitimpfung soll erst in der kommenden Woche fallen. Zunächst wollen die Gesundheitsminister der Länder am nächsten Dienstag mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem Vorsitzenden der deutschen Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, aber noch offene Fragen diskutieren.

 

 

Dr. Cornelia Klisch

Dr. Cornelia Klisch

Wahlkreis Erfurt IV

Sprecherin für Gesundheit und Pflege, Sport, Gleichstellung und Petitionen

Zuständig für:

  • Erfurt
  • Nordhausen

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