Gerade in den ländlichen Regionen Thüringens nutzen viele Jugendliche die Möglichkeit, einen Mopedführerschein zu machen, um so in ihrer Freizeitgestaltung flexibler zu sein.

 

Dazu Frank Warnecke, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Ein Modellversuch hat gezeigt, dass Thüringer Jugendliche das Angebot, den Mopedführerschein bereits mit 15 Jahren zu erhalten, vielfach angenommen haben. Ich plädiere deshalb dazu, die Altersgrenzen auch dauerhaft und bundesweit abzusenken, denn es trägt zur Mobilität der jungen Menschen bei und wirkt sich letztlich auf die Erschließung des ländlichen Raumes aus.“

 

Das Mindestalter für den Führerschein der Klasse AM liegt bisher bei 16 Jahren – allerdings wurde in Thüringen von 2013 bis 2016 das Alter im Rahmen eines Modellprojekts erstmals auf 15 Jahre abgesenkt. Aufgrund der positiven Resonanz hatte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur das Modellprojekt noch einmal verlängert.

 

„Auch wenn es berechtigte Kritik für den Führerschein ab 15 Jahren gibt, überwiegen die Vorteile. Schließlich haben die bisherigen Auswertungen der Testphase gezeigt, dass 15-Jährige nicht schlechter fahren oder das Unfallrisiko höher ist, als bei 16-Jährigen. Ich bin sicher, wer den Führerschein in Angriff nimmt, ist diszipliniert und verantwortungsvoll genug. Zudem ist die Fahrschulausbildung deutlich umfangreicher gegenüber derer, die für eine Mofa-Prüfbescheinigung zu absolvieren ist“, so Warnecke.

 

Bundesweit können 15-Jährige bisher nur einen Mofa-Führerschein bis 25 km/h ab 15 Jahren erwerben. An dem Modellversuch bis 45 km/h für 15-Jährige hatten sich bisher die ostdeutschen Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beteiligt. Auch Sachsen und Sachsen-Anhalt haben sich im Frühjahr bereits für eine Verlängerung der Modellphase ausgesprochen. Eine Ausweitung auf die gesamte Bundesrepublik wäre für den verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion deshalb ein weiterer logischer Schritt.

 

Bianca Wiedemann
Stellv. Pressesprecherin