Die regierungstragenden Fraktionen und die CDU-Fraktion haben sich auf einen Antrag zur weiteren Verbesserung der Versorgung von Hospiz- und Palliativpatienten verständigt.
Die gesundheitspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der vier Fraktionen CDU (Christoph Zippel), Die LINKE (Jörg Kubitzki), SPD (Birgit Pelke) und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Babett Pfefferlein) begrüßen die Einigkeit beim Thema Palliativ- und Hospizversorgung in Thüringen.

Auf Initiative der CDU Fraktion wurde im Herbst 2015 ein umfangreicher Antrag zum Thema Palliativ- und Hospizversorgung in Thüringen in den Landtag eingebracht. Nach einer Anhörung im Sozialausschuss wurde der Antrag durch die drei regierungstragenden Fraktionen der LINKEN, der SPD und der BÜNDNISGRÜNEN ergänzt. Mit den schon im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag getroffenen Aussagen für die Planungen und detaillierten Festschreibungen von Palliativ- und Hospizangeboten im 7. Thüringer Krankenhausplan wurde von den vier Fraktionen eine gemeinsame Beschlussempfehlung im Sozialausschuss verabschiedet.

Der Antrag sieht unter anderem vor, den Runden Tisch „Hospizarbeit und Palliativmedizin in Thüringen“ weiter zu stärken, die Bildung von Palliativteams in den Thüringer Krankenhäusern zu unterstützen und die ehrenamtliche Unterstützung Angehöriger von Schwerstkranken zu stärken. Weiterhin sei es den vier Fraktionen wichtig, die Hospiz- und Palliativversorgung in Thüringen bis Ende des 3. Quartals 2017 einer Bedarfsanalyse zu unterziehen und dem Landtag anschließend über die Ergebnisse zu berichten.

Die Sprecherinnen und Sprecher betonten, dass die Begleitung und Versorgung Schwerstkranker und Sterbender sowie deren Angehöriger eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, die mit besonderer Sensibilität und unter Wahrung der menschlichen Würde geschehe. In der Anhörung des Sozialausschusses wurde deutlich, dass besonders auch die ambulante Palliativversorgung sowie die bedarfsgerechte Verteilung von Hospizangeboten zukünftig wichtig seien.
Die vier Gesundheitspolitikerinnen und Gesundheitspolitiker begrüßen, dass bei einem so wichtigen Thema wie der Versorgung Schwerstkranker in Thüringen so große Einigkeit zwischen den demokratischen Parteien, der Regierungskoalition und der größten Oppositionsfraktion herrsche. Dies verdeutliche, dass es bei den wichtigen gesellschaftlichen Fragen möglich sei, eine gemeinsame Lösung zu finden.