Wie es um die Zukunft der Anstalt öffentlichen Rechts ThüringenForst bestellt ist und wie deren Kompetenzen gestärkt und in Zukunft besser genutzt werden können, wurde heute bei einer auswärtigen Anhörung des Ausschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten beraten. In Gehren kamen die PolitikerInnen und Experten zusammen, um vor allem über die künftige Finanzierung der landeseigenen Anstalt ThüringenForst zu beraten.

Dazu die forstpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dagmar Becker: „Wir haben heute eine Menge Informationen zur Lage der Forstanstalt erhalten. Insbesondere wie sich die bereits im Errichtungsgesetz festgeschriebene allmähliche Abschmelzung der Finanzzuführungen des Landes auf den Betrieb und die Beschäftigten der Landesforstanstalt auswirken.“ Dabei habe sich gezeigt, dass sowohl bei der in Gehren beratenen Änderung zum Errichtungsgesetz als auch bei der vorgesehenen Novelle, weiterer Gesprächs- und Änderungsbedarf bestehe. „Es ist deutlich geworden, dass es entweder Einschnitte bei den hoheitlichen Aufgaben geben muss, die die Forstanstalt für das Land wahrnimmt, oder aber eine höhere Zuführung. Davon hängt letztlich ab, wieviel Personal die Forstanstalt künftig haben wird“, so Dagmar Becker.

Seit 2012 sind bereits 155 Stellen abgebaut worden. Ohne entsprechende Handlungen müssten bis zum Jahr 2025 zusätzlich mehr als doppelt so viele Stellen abgebaut werden. „Damit sollten wir uns nicht abfinden und nach Lösungen suchen, etwa in der Form, dass die Forstanstalt künftig einige der wichtigen, vom Land beworbenen Wanderwege unterhält und dafür zusätzliche Mittel bekommt“, sagt die Abgeordnete der SPD-Fraktion.

Die Bereitschaft der Thüringer Forstanstalt und der zuständigen Ministerin Birgit Keller sei deshalb ein guter Schritt: „Der Wegebau ist sozusagen eine Kernkompetenz der Forstanstalt. In den letzten Jahren wurden mittlere bis hohe einstellige Millionenbeträge von der Forstanstalt dafür aufgewendet. Diese Kompetenzen sollte man nutzen, um die touristische Wegeinfrastruktur in Schuss zu bringen.“

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin