Anlässlich der heute von Ministerpräsident Bodo Ramelow geäußerten Ablehnung des Alternativkorridors für den sog. SuedLink des Stromtrassenbetreibers Tennet durch die Bundesnetzagentur und der daraus resultierenden Tatsache, dass der SuedLink damit über Thüringer Territorium führt, erklärt die energiepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Eleonore Mühlbauer:

„Es kann nicht wahr sein, dass Thüringen wohl erneut von einer Stromtrasse durchquert werden soll. Zumal Thüringen davon null komma null profitiert. Es gibt nicht mal einen Knotenpunkt, über den in Thüringen benötigter oder erzeugter Strom ein- oder ausgespeist werden kann. Es geht bei der Trasse nur darum, Strom aus dem Norden in die Verbrauchszentren im Süden zu transportieren. Der Norden Deutschlands profitiert von der Trasse, weil der dort erzeugte Strom abtransportiert wird und der Süden profitiert, weil sie den Strom geliefert bekommen, den sie für ihre Industrie brauchen. Wir aber sollen nur die Last tragen. Die Trasse ist eine Folge einer verfehlten, weil nicht auf dezentrale Erzeugung setzenden, Energiepolitik von Bund und EU. Das ist nicht akzeptabel. Deshalb ermutige ich die Landesregierung, jeden erdenklichen Schritt einzuleiten – egal wie gering die Erfolgsaussichten auch sind – um zu verhindern, dass diese Stromtrasse durch Thüringen verläuft.“

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin