Das Forschungsgebäude für das Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt, der Campus der FSU Jena oder das Rechenzentrum der TU Ilmenau – für diese und weitere notwendigen Bauvorhaben stellt das Land bis 2020 rund 300 Millionen Euro zur Verfügung. Ab 2019 laufen jedoch Bundesmittel für den Hochschulfinanzierungsbedarf aus.

„Gleichzeitig wächst aber der Finanzierungsbedarf der Hochschulen“, sagt die hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Eleonore Mühlbauer: „Aus diesem Grund wollen wir als SPD-Fraktion den Hochschulen die Bauherreneigenschaften zusprechen. So können die Rektoren über den Einsatz der Fördermittel frei verfügen und selbst entscheiden, welche Bauvorhaben am schnellsten realisiert werden.“

Dies sei ganz im Sinne der Hochschulen, so die SPD-Politikerin Mühlbauer weiter. Die Rektoren hatten diesen Vorschlag selbst angeregt. Vor allem in Jena und Ilmenau strömen die Fördergelder aus EU- oder Bundesmitteln oft zu behäbig, weil diese noch durch die Verwaltung des Landes gehen. „Könnten die Hochschulen selbst ausschreiben, Aufträge erteilen und Baupläne absegnen, würde es das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr entlasten. Die Fachkompetenzen sind an den Hochschulen vorhanden“, so die hochschulpolitische Sprecherin Mühlbauer.

Stefanie Gerressen
Stellvertretende Pressesprecherin