Eleonore Mühlbauer: Entscheidung auf dem Rücken Thüringens – ohne Mehrwert!

21 Feb 2019

Zu den Plänen zur Stromtrasse Suedlink, diese nicht durch Osthessen verlaufen zu lassen, äußert sich die energiepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Eleonore Mühlbauer:

„Es kann nicht sein, dass der Freistaat Thüringen immer herhalten muss. Es sprechen jede Menge Argumente gegen einen Trassenverlauf durch Südthüringen: Der Infrastrukturaufwand ist wesentlich geringer, sie hätte in Hessen hervorragend an den Autobahnen entlang gebündelt werden können und es müsste nicht neuer Naturraum in Thüringen zerstört werden.

 

Das ist eine irrationale Entscheidung auf dem Rücken der Thüringerinnen und Thüringer, die keinerlei Mehrwert dadurch haben. Gleichzeitig ist dem Netzbetreiber Tennet vorzuwerfen, dass er nicht auf Augenhöhe mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert, sondern offenbar über ihre Köpfe hinweg entschieden hat. Deshalb sei auch gesagt: Für einen möglichen Klageweg hat der Ministerpräsident unsere uneingeschränkte Unterstützung.“

 

Hintergrund:
Laut dpa stellten die Netzbetreiber Tennet und TransnetBW heute in Berlin ihren Vorschlag vor, den sie in den kommenden Wochen bei der Bundesnetzagentur einreichen wollen. Demnach soll die Trasse von Schleswig-Holstein aus westlich an Hannover vorbei über Nordhessen und Südthüringen nach Bayern und Baden-Württemberg führen. Durch Thüringen sollen 78 Kilometer der Trasse führen.

 

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin

Eleonore Mühlbauer

Eleonore Mühlbauer

Sprecherin für Wirtschaft, Verbraucherschutz, Tierschutz, Energie, Kirchenpolitik (kath.), Wissenschaft, Hochschule und Forschung

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