Dr. Thomas Hartung : Beitragszahler vor steigenden Krankenkassenbeiträgen schützen!

9 Okt 2019

Einer neuen Studie zufolge werden die gesetzlichen Krankenkassen in einigen Jahren hohe Defizite einfahren. Im Jahr 2040 werde sich das Minus auf fast 50 Milliarden Euro belaufen, wenn die Politik nicht frühzeitig gegensteuere, heißt es in einer veröffentlichten Berechnung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Demnach müsste sich in der Konsequenz der Beitragssatz von derzeit 14,6 Prozent bis zum Jahr 2040 schrittweise auf 16,9 Prozent erhöht werden, um erwartete Ausgabensteigerungen abzudecken.

 

Dazu das Statement des gesundheitspolitischen Sprechers der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag Dr. Thomas Hartung:

„Man ist viele Jahre nur auf Sicht gefahren. In den letzten Jahren haben die Krankenkassen Milliardenüberschüsse erwirtschaftet, woraufhin sofort nach Beitragssenkung gerufen wurde. Auf lange Sicht muss es Krankenkassen aber erlaubt sein, Überschüsse zu generieren, damit der Beitragssatz stabil gehalten werden kann. Starke Schwankungen sind für die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler eine große Belastung. Zudem, bewahrheiten sich die Prognosen, führt diese Entwicklung zu einer Marktkonzentration.
Um starker Belastung der Versicherten entgegenzuwirken, sollte man dringend ein dreisäuliges Modell für die Finanzierung der GKV erwägen. Dabei werden Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile festgeschrieben und ein variabler Anteil über Steuern bzw. einem Gesundheitsfonds abgedeckt werden.“

 

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin

Dr. Thomas Hartung

Dr. Thomas Hartung

Sprecher für Gesundheit, Migration, Kultur und Bildung

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