Die Einführung einer Frauenquote in Führungspositionen beherrscht immer wieder die politischen und öffentlichen Debatten. In Thüringen liegt der Anteil von Frauen in Leitungspositionen abermals über dem Bundesdurchschnitt. Das hat die Landesarbeitsagentur mit Sitz in Halle nun bekannt gegeben. So sind im Freistaat 32,4 Prozent der höheren Positionen durch Frauen besetzt, das entspricht 13 500 Frauen. Bundesweit liegt dieser Anteil bei 26,6 Prozent.

Ein Ergebnis, das auch die Sprecherin für Gleichstellung der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag Diana Lehmann begrüßt: „Die Entwicklungen zeigen, dass sich die beruflichen Chancen von Frauen stetig bessern. Dafür spricht auch das maßgeblich von der SPD auf den Weg gebrachte Frauenförderprogramm für den Öffentlichen Dienst, der hier ganz klar eine Vorbildwirkung einnehmen sollte. Damit können wir den Anteil von Frauen in Leitungspositionen noch weiter erhöhen.“

Bereits im Koalitionsvertrag formulierte die rot-rot-grüne Landesregierung, dass der Generationswechsel im öffentlichen Dienst genutzt werde, den Anteil von Frauen insbesondere in Führungspositionen deutlich zu erhöhen. Dazu hat das Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales ein Mentoring-Programm („Mehr Frauen in Führungspositionen“) für den öffentlichen Dienst in Thüringen erarbeitet.

„Das Programm ermutigt Frauen, Führungspositionen zu übernehmen und unterstützt sie dabei. Zum Beispiel mit Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, so Diana Lehmann.

Hintergrund:
Die Gleichstellungsberichte zeigen, dass Frauen in höheren Positionen und Führungspositionen in der Thüringer Landesverwaltung nach wie vor unterrepräsentiert sind. Basierend auf Artikel 3 Abs. 2 GG und Artikel 2 Abs. 2 Thüringer Landesverfassung hat die Landesregierung als Ziel des Thüringer Gleichstellungsgesetzes festgeschrieben, dass die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Bereichen des öffentlichen Lebens durch geeignete Maßnahmen zu fördern und zu sichern ist.

Mentoring ist ein Instrument der Personal- und Führungskräfteentwicklung und soll u.a. zur Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten und zur Entwicklung von Führungskompetenzen beitragen. Das Programm ist auf einen Zeitraum von eineinhalb Jahren angelegt und beinhaltete neben mehreren Qualifizierungsmodulen und Hospitationen ein individuelles Coaching durch eine Person einer höheren Funktionsebene.

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin