Datenschutz ist keine Spaßbremse, sondern ein unverzichtbares Sicherheitstool

28 Jun 2019

Dorothea Marx, die digitalpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, bewertet die in der Nacht auf Freitag vom Bundestag beschlossene Anhebung der Mitarbeiterzahl, ab der ein Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten bestellen muss, von 10 auf 20 Mitarbeiter als „klassischen Pyrrhussieg“ von Wirtschaftslobbyismus.

Anstelle der erhofften Entlastung von Unternehmen gefährde diese Erhöhung des Schwellenwerts die Datensicherheit, ohne die im digitalen Zeitalter keiner mehr auskomme. Längst gehe es beim Datenschutz nicht mehr etwa nur um die Verarbeitung von Mitarbeiter- oder Kundendaten, sondern auch um die Sicherung von Arbeitsprozessen, Datenaustausch und Produkten vor Spionage und Sabotage. Wer heute den Datenschutz vernachlässige, handele fahrlässig und naiv. „Datenschutz ist keine Spaßbremse sondern ein unverzichtbares Sicherheitstool“ so Marx abschließend. Es käme ja auch niemand auf die Idee, Feuerlöscher abzuschaffen, weil das Kosten spart.

Dorothea Marx

Dorothea Marx

Landtags-Vizepräsidentin | Sprecherin für Innenpolitik, Europa, digitale Gesellschaft und Kirchenpolitik (ev.)

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