Es braucht ein abgestimmtes Konzept der Landesregierung über Lockerungen der Corona-Maßnahmen  

5 Mai 2020

Zu der vorherrschenden Debatte um die Lockerungen der Beschränkungen aufgrund der Corona-Epidemie erwartet die familien- und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Diana Lehmann von der Landesregierung, ein abgestimmtes Konzept, das aufzeigt wie und unter welchen Bedingungen sämtliche Branchen und Bereiche wieder öffnen können:

„Seit die Corona-Maßnahmen in Thüringen gelockert wurden, ist eine Debatte entbrannt, die meiner Meinung nach nicht aufzuhalten ist. Ich halte es aber für einen Fehler, jetzt plötzlich aufgrund des nachvollziehbaren Drucks der Thüringer Bürgerinnen und Bürger wahllos alles wieder zu öffnen. Ich erwarte von meiner Landesregierung ein in sich stimmiges Konzept, wann und ganz besonders unter welchen Voraussetzungen Kitas, Schulen, Geschäfte, Hotels, Gastronomie, Fitnessstudios und alles andere wieder öffnen können. Der Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat heute mit seinem Konzept für die Gastronomie und Hotellerie einen ersten Baustein geliefert.

Ganz besonders erwarte ich, dass dabei die Perspektive der Familien berücksichtigt wird. Wie sollen Eltern ihren Pflichten nachkommen, wenn sie zurück an die Arbeit können oder sollen, aber keine Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder haben? Diese Frage muss beispielsweise geklärt werden.“

Auf keinen Fall dürfe dabei der Eindruck erweckt werden, die Gefahr durch die Corona-Epidemie sei überstanden und man könne ohne weiteres zurück zum Alltag kehren, erklärt Lehmann weiter. „Die Gefahr durch Corona besteht nach wie vor, das wissen wir. Dass ein Shutdown keine dauerhafte Lösung ist, ebenfalls. Es muss aber einen Mittelweg geben, der gleichzeitig die Gefahr für die Bevölkerung minimiert und vor langfristigen Gefahren wie Armut, Arbeitslosigkeit, schlechtere Ausbildung oder Vereinsamung schützt.“

Lehmann verweist auf die Pläne Niedersachsen, die in mehreren Stufen für die verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche Lockerungen vorsehen und in denen jeweils die einzelnen Phasen evaluiert werden. „Das könnte ein Weg sein, einen Plan aufzustellen, um möglichst allen Bedürfnisse gerecht zu werden, ohne die Epidemie auf die leichte Schulter zu nehmen. Ohne ein stimmiges Gesamtkonzept bleiben diejenigen auf der Strecke, die am dringendsten Unterstützung brauchen. Familien und Kinder müssen jetzt im Fokus stehen, ihre Bedürfnisse haben oberste Priorität“, so Lehmann abschließend.

 

Diana Lehmann

Diana Lehmann

Wahlkreis Suhl / Schmalkalden-Meiningen IV

Parlamentarische Geschäftsführerin

Sprecherin für Arbeit, Wirtschaft, Tourismus, Rente, Familie, Soziales, Kinder und Jugend, Finanzen

Zuständig für:

  • Suhl
  • Sonneberg
  • Ilm-Kreis

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