„Die Kritik des Rechnungshofpräsidenten an der geplanten Wiedereinführung der Lehrerverbeamtung ist nicht nachvollziehbar“, sagt die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Marion Rosin. „Wer ernsthaft glaubt, die Landesregierung könne die anderen Bundesländer davon überzeugen, Thüringen zuliebe auf die Verbeamtung der eigenen Pädagoginnen und Pädagogen zu verzichten, hat den immer härter werdenden bundesweiten Wettbewerb um qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer offenbar noch gar nicht bemerkt.“ Anstatt sich auf unrealistische Grundsatzpositionen zurückzuziehen, müsse Thüringen so schnell wie möglich handeln, um den eigenen Bedarf an Nachwuchspädagoginnen und -pädagogen besser als bisher decken zu können. „Die SPD hat für die Voraussetzungen gesorgt, dass ab dem kommenden Schuljahr die Wiederaufnahme der 2008 ausgesetzten Verbeamtung erfolgen kann“, betont die Bildungspolitikerin. „Begleitet werden muss dieser Schritt natürlich von der Einführung des Nachhaltigkeitsmodells, das die Finanzministerin entwickelt hat.“

Marion Rosin verdeutlicht zudem, dass die Rückkehr zur Lehrerverbeamtung Teil eines größeren Gesamtpakets sein muss, mit dem die Attraktivität des Lehrerberufs in Thüringen gesteigert werden kann. „Wir müssen beispielsweise auch über Stellenzulagen für die Übernahme von Schulleitungen im ländlichen Raum nachdenken, über Stipendienmöglichkeiten für Lehramtsstudierende in Mangelfächern und über eine deutliche zeitliche Straffung des ganzen Bewerbungsverfahrens bei der Stellenbesetzung“, sagt die Sozialdemokratin. „Auch eine Informationskampagne für die gymnasiale Oberstufe und an den Hochschulen kann ich mir gut vorstellen, um schon den Abiturienten und den Studienanfängern die vielfältigen beruflichen Chancen zu verdeutlichen, die in Thüringen aus einem Lehramtsstudium erwachsen können.“

Elisabeth Kaiser
Pressesprecherin

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