Nach 16 Jahren sitzen Trauer und Schock über den Amoklauf eines 19-Jährigen am Erfurter Gutenberg-Gymnasium noch immer tief. Am 26. April 2002 hatte der ehemalige Schüler 16 Menschen getötet. Anlässlich des heutigen Gedenkens betont Birgit Pelke, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, die wichtige Bedeutung der Hinterbliebenenbetreuung.

„Nach wie vor gilt mein ganzes Mitgefühl allen Betroffenen und Hinterbliebenen der schrecklichen Tat vom 26. April 2002. Es ist wichtig, dass ihnen nicht nur direkt nach einer solchen Tat Psychologen und Seelsorger zur Seite stehen, sondern so lange, wie sie Hilfe benötigen, um die schrecklichen Ereignisse zu verarbeiten. Wir als SPD-Fraktion unterstützen deshalb die Absicht des Innenministers Georg Maier, eine hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle für die psychosoziale Notfallversorgung einzurichten und so die Betreuungsorganisationen zu stärken.“

Bei der zentralen Gedenkveranstaltung am heutigen Donnerstag hatte der Innenminister verkündet, eine hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle für die psychosoziale Notfallversorgung einzurichten. Dafür hatte Maier eng mit der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland zusammengearbeitet.

Hintergrund:
Im Jahr 2002 hatte ein Schüler, der von dem Gymnasium verwiesen worden war, am Vormittag des 26. April zwölf Lehrkräfte, eine Sekretärin, zwei Schüler und einen Polizisten getötet, bevor er sich selbst erschoss.

 

Stefanie Gerressen
Pressesprecherin