Die Sprecherin für Naturschutz der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Dagmar Becker, äußert sich anlässlich der Einbringung des Thüringer Gesetzes über das Nationale Naturmonument „Grünes Band Thüringen“ in der heutigen Plenar-Debatte:

„Mit der Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument setzt die rot-rot-grüne Landesregierung ein weiteres Reformprojekt aus dem Koalitionsvertrag um. Thüringen ist damit bundesweit Vorreiter – wenngleich ich mir gewünscht hätte, dass alle Bundesländer, die die ehemalige innerdeutsche Grenze berührt, das Vorhaben gemeinsam angehen und umsetzen. Das lag aber leider nicht in der Hand der Landesregierung.“

Für den Erhalt der einzigartigen Natur, die sich an der ehemaligen innerdeutschen Grenze entwickeln konnte und als Ort des Gedenkens und der Aufarbeitung der deutschen Geschichte, sei die Ausweisung ein wichtiger Schritt. Ebenso für die Vermarktung des Grünen Bandes.

Becker appelliert zudem an die Landesregierung, bei der Umsetzung der Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument mit dem nötigen Augenmaß an die Eigentumsproblematik heranzugehen: „Jedes vierte Grundstück ist in der Hand von Privatleuten, zumeist Bauern oder Waldbesitzer. Hier gibt es einen erheblichen Abstimmungs- und Redebedarf. Denn die Eigentümer haben natürlich – und das ist angesichts ihrer Erfahrungen in der Vergangenheit verständlich – gewisse Befürchtungen, dass sie nun erneut nicht so über ihr Eigentum verfügen können, wie sie es für richtig halten. Augenmaß ist deshalb das Gebot der Stunde. Hier soll und darf nichts ohne die Information und Zustimmung der Eigentümer und Nutzer erfolgen.“

Stefanie Gerressen

Stellvertretende Pressesprecherin