Diana Lehmann zum Tag der Arbeit: Sozialberufe verdienen mehr – aber bekommen zu wenig!

29 Apr 2021

Arbeitsmarktpolitikerin Lehmann fordert Erhöhung des Mindestlohns, Personaluntergrenzen und Orientierung am tatsächlichen Personalbedarf

Vor rund einem Jahr haben in vielen Städten deutschlandweit Menschen an Fenstern und auf Balkonen denen applaudiert, die in der Pflege und in Krankenhäusern bis zum Anschlag arbeiten. Ein Jahr später hat sich kaum etwas an ihren Arbeitsbedingungen verändert. Anlässlich des 1. Mai, dem Tag der Arbeit, fordert die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Diana Lehmann Verbesserungen für die Pflegeberufe.

„Die Corona-Pandemie hat das Schlaglicht auf die Pflegeberufe geworfen. Wir sehen pflichtbewusste Kolleginnen und Kollegen, die dabei längst über dem Rand der Erschöpfung hinaus sind. Sie als systemrelevant einzustufen ist keine ausreichende Wertschätzung. Denn die muss sich im Arbeitsalltag und auch am Ende des Monats im Gehalt widerspiegeln“, so Lehmann. „Deshalb braucht es Personaluntergrenzen in Krankenhäusern und eine Ausrichtung des Personaleinsatzes am tatsächlichen Personalbedarf und die Erhöhung des Mindestlohns.“

Personaluntergrenzen in den Krankenhäusern sollten ursprünglich bereits jetzt in der Groko umgesetzt werden. Bis jetzt gab es dazu aber noch kein Zeichen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Konkret will die SPD mit allgemeinverbindlichen Branchentarifverträgen und eine Erhöhung des Mindestlohns die Bezahlung für Pflegeberufe verbessern. Personaluntergrenzen verbessern dazu die Betreuungssituation von Patienten und zu Pflegenden. Hier wächst der Fachkräftebedarf stetig: Nachwuchskräfte werden zwar ausgebildet, verlassen Thüringen aber häufig, um in anderen Bundesländern zu arbeiten. Laut Berechnung von ver.di fehlen in Mitteldeutschlands Krankenhäusern deshalb 10.000 Personalstellen im Pflegebereich. Aber auch in der ambulanten und stationären Altenpflege wächst der Bedarf.

Diana Lehmann

Diana Lehmann

Wahlkreis Suhl / Schmalkalden-Meiningen IV

Parlamentarische Geschäftsführerin

Sprecherin für Arbeit, Wirtschaft, Tourismus, Rente und Familie

Zuständig für:

  • Suhl
  • Sonneberg
  • Ilm-Kreis
  • Altenburger Land

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