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Presse
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 Frank Weber
Weber: Die Energien von gestern bremsen die Energien von morgen
Erfurt, 04.02.2010
"Während Milliarden Euro in die Forschung der Kernenergie fließen, soll bei Solarstrom gekürzt werden. Das ist das falsche Signal und zeigt, wie rückwärtsgewandt die Bundesregierung handelt. Zukunftstechnologien bremsen und in Energie von gestern investieren", kritisierte der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Frank Weber, auf einer Kundgebung der Mitarbeiter sowie der Unternehmensleitung der Schott Solar AG in Jena.

Mit einer symbolischen Werksschließung kritisierte die Belegschaft die Pläne von Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

Weber versicherte den Betroffenen die Unterstützung der SPD-Landtagsfraktion und rief insbesondere die Thüringer Bundestagsabgeordneten auf, dem geplanten Gesetz ihre Stimme zu verweigern. "Wir werden keine Ruhe geben, bis die Bundesregierung ihre Pläne ändert", erklärte Weber.

Das Signal einer so drastischen Kürzung der Einspeisevergütung bezeichnete Weber als fatal für die weitere Entwicklung der Solarindustrie. Allein in Thüringen sind schon jetzt 15.000 Arbeitsplätze im unmittelbaren und mittelbaren Bereich mit der Solarbranche verbundenen. Dies wäre, laut Weber aber nicht nur eine Thema für die Beschäftigten in der Branche, sondern aller verantwortlich denkenden Menschen.

"Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) jährt sich in diesem Jahr zum zehnten Mal und ist gerade für die Solarindustrie in Thüringen eine Erfolgsstory. Diese dürfen wir nicht aufs Spiel setzen, wenn wir Thüringen von der grünen Mitte Deutschlands zum grünen Motor und Gehirn der Erneuerbaren Energien weiterentwickeln wollen. Die Energien von gestern bremsen die Energien von morgen", so Weber.
Bundesumweltminister Röttgen kritisierte er scharf, da er im gleichen Atemzug mit der Verkündung der Kürzungspläne bei der Photovoltaik, längere Laufzeiten für Atomkraftwerke ins Spiel brachte. "Daran erkennt man, wie Röttgen tickt", so Weber dazu abschließend.