„Kritisch“ sieht die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag das gestrige Urteil des Verwaltungsgerichts Meiningen, wonach die geplanten Windräder bei Marksuhl gebaut werden dürfen. „Es ist möglich, erneuerbare Energien auszubauen, ohne den Weltkulturerbe-Status eines kulturhistorisch einmaligen Bauwerks zu gefährden“, sagt
Frank Weber, der Sprecher für Umwelt und Energie der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag. Die Wartburg genieße in der Kulturlandschaft Thüringens und darüber hinaus einen einmaligen Stellenwert. „Solche Entscheidungen wie die gestern in Meiningen getroffene tragen nicht dazu bei, die Akzeptanz in der Bevölkerung für die erneuerbaren Energien zu erhöhen“, gibt Weber zudem zu bedenken.
Der SPD-Abgeordnete erinnert daran, dass sich die SPD-Fraktion gemeinsam mit Umwelt- und Naturschutzverbänden für eine Erweiterung der Nutzungsflächen für Windenergie auf ein Prozent der Landesfläche in Thüringen ausgesprochen habe. „Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 99 Prozent der Landsfläche nicht zur Nutzung herangezogen werden müssen“, betont Weber.
Somit sei es problemlos möglich, den Ausbau der Windenergie in konfliktfreien bzw. -armen Bereichen zu forcieren, „nicht aber in einem hochsensiblen Gebiet wie rund um die Wartburg bei Eisenach“.
Franzisca Friedrich
Pressesprecherin