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Hey: Die Hemmschwelle zur Anwendung von Gewalt sinkt. Politiker stehen dabei verstärkt im Focus

Matthias Hey

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Betroffen und besorgt reagiert der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Matthias Hey, auf den Anschlag auf den Mattstedter Ortsbürgermeister Andreas Schuchert, der am Dienstag im Weimarer Land verübt wurde.
„Die Tat war ein verachtenswerter Anschlag auf Leib und Leben des Bürgermeisters und seiner Familie, aber auch auf die Grundfesten unserer Demokratie“, so Hey.

Der Fraktionsvorsitzende verweist zugleich auf einen spürbaren Trend in der deutschen Bevölkerung zu erhöhter Gewaltbereitschaft. Neben einer gefährlich sinkenden Hemmschwelle zu gewaltverherrlichenden Äußerungen, Hetze und Androhung von Gewalt, insbesondere im Netz, würden auch die Hemmungen in der Gesellschaft vor der Anwendung physischer Gewalt sinken.
„Vorfälle wie in Mattstedt sind leider keine Einzelfälle mehr. Ich spüre in manchen Auseinandersetzungen mit Bürgern eine Aggressivität, die ich vorher so nicht kannte. Dies äußert sich leider auch immer häufiger in gewaltvollen Handlungen“, so Hey. Der SPD-Abgeordnete befürchtet, dass sich unter solchen Umständen immer weniger Menschen dafür entscheiden, politische Ämter zu übernehmen – zumal dies ohnehin schon mit immensem Verantwortungsdruck, der teilweisen Aufgabe des Privatlebens und hoher Termindichte verbunden sei.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende betont: „Vorurteile und Hetze gegen Politiker, wie sie die AfD gerne erzeugt und anschürt, helfen nicht, die Politikverdrossenheit in unserem Land zu verringern, sondern steigern diese vielmehr. Damit leisten sie unserer Demokratie einen Bärendienst.“

Elisabeth Lier
Pressesprecherin