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Handwerk ist der Stabilisator der Thüringer Wirtschaft

Frank Warnecke

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Mit Blick auf den heutigen Parlamentarischen Abend des Thüringer Handwerks e.V. erklärt Frank Warnecke, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag: „Die Sicherung der Zukunftschancen des Handwerks ist von herausragender Bedeutung für unseren Freistaat. Das Handwerk ist traditionell die tragende Säule unserer mittelständischen Wirtschaft und hat sich auch gerade in Krisenzeiten als stabilisierender Faktor für die Binnenkonjunktur erwiesen. Mit seinen Innovationen, großem Engagement bei der Ausbildung und Qualifizierung sowie seinem hohen Qualitätsanspruch, spielt das Handwerk eine tragende Rolle für die Zukunftsfähigkeit Thüringens.“

„Dem Fachkräftebedarf im Handwerk können wir nur begegnen, wenn wir Initiativen des Handwerks mit politischen Maßnahmen flankieren“, zeigt sich der Wirtschaftsexperte überzeugt. Ziel müsse sein, die Attraktivität der dualen Ausbildung weiter zu erhöhen, Betriebe und Jugendliche für eine ganzheitliche duale Ausbildung zu gewinnen und dabei auch Zielgruppen wie Frauen, Wiedereinsteiger, Ausbildungs- oder Studienabbrecher sowie Jugendliche mit Migrationshintergrund stärker für das Handwerk zu begeistern. Aber auch die Gleichwertigkeit mit akademischer Bildung sei eine zentrale Voraussetzung für die Attraktivität beruflicher Bildung. Dieses Gleichwertigkeitsprinzip habe im gesamten Bildungsbereich – von der Berufsorientierung bis zum Meister-Bafög – zu gelten.

Anliegen der SPD zur Unterstützung des Thüringer Handwerks sei es auch, die Chancen für Existenzgründungen und für die Erschließung neuer Märkte zu verbessern. Die Schlussfolgerungen aus der Potentialanalyse „Handwerk“ 2015 sollen herangezogen werden, um Betriebe auf neue Märkte passgenau auszurichten. „Potential für das Handwerk sehe ich derzeit insbesondere in den Bereichen Energie und digitaler Wirtschaft“, so Warnecke.

Um die Innovationsfähigkeit des Handwerks weiterhin zu gewährleisten, müsse zudem das Know-how und die Kompetenz des Handwerks weiter gefördert werden. Dazu bedürfe es der Stärkung bestehender Bildungs- und Beratungsstrukturen der Handwerksorganisationen. Aber auch das geplante Bildungsfreistellungsgesetz diene der Kompetenzsicherung im Handwerk, betont Warnecke. Die Bildungsfreistellung biete vielen Arbeitnehmern die Chance, sich beruflich weiter zu qualifizieren, berücksichtige jedoch die besonderen Strukturen von Klein- und Kleinstunternehmen.

Auch im Mindestlohn sieht Warnecke eine Chance für das Handwerk. Die dadurch steigende Kaufkraft der Bevölkerung trage auch zu besseren Geschäften des Handwerks bei.

Elisabeth Lier
Pressesprecherin