Pressemitteilungen

5. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima - SPD-Fraktion: Ausstieg aus der Atomenergie konsequent verfolgen!

Eleonore Mühlbauer

Details

Zum fünften Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11. März erinnert Eleonore Mühlbauer, energiepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, an die Notwendigkeit einer gelingenden Energiewende und sagt unter Bezug auf die aktuelle Veröffentlichung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages: „Fukushima hat uns auf erschütternde Weise vor Augen geführt, dass der Betrieb von kerntechnischen Anlagen immer mit einem Restrisiko verbunden bleibt. Trotz aller Vorsorge können nach dem derzeitigen Stand von Wissenschaft und Technik Unglücke nicht ausgeschlossen werden.“

Mühlbauer macht darauf aufmerksam, dass mit dem weiteren Betrieb von Kernkraftwerken auch eine zunehmende Menge hochradioaktiven Mülls in Kauf genommen wird, für die es bis heute kein geeignetes Endlager gibt. International sei längst anerkannt, dass der hochradioaktive Abfall für mindestens eine Million Jahre sicher verwahrt werden muss. „Und trotzdem wollen sich andere Länder nicht von der nur vermeintlich ‚billigen und sicheren‘ Atomenergie trennen. Andere denken sogar über einen Einstieg nach!“, betont die SPD-Politikerin.

Mühlbauer ergänzt mit Blick auf Deutschland: „Nach wie vor steht ein Großteil der Bevölkerung zum Ausstieg aus der Atomenergie und zur Energiewende. Auch ich bin überzeugt, dass wir diesen Weg konsequent weiter beschreiten müssen. Wir sind uns bewusst, dass es sich dabei um eine Mammutaufgabe, ein Jahrhundertprojekt handelt. Wir müssen bei der Energiewendediskussion immer wieder auch an die Folgen und die tatsächlichen Kosten der Atomenergie erinnern, die im Falle eines GAUs unvorstellbar hoch und überhaupt nicht zu beziffern sind.“

Zu der Standortfrage zur Lagerung des Atommülls sagt die Energiepolitikerin: „Die aktuelle teure und schwierige Suche nach Standorten für ein Endlager in ganz Deutschland – leider auch hier in Thüringen – für die unvorstellbar große Menge an hochradioaktiven Abfällen verdeutlicht, welcher Irrweg hier beschritten wurde, den viele Staaten nach wie vor gehen. Ich halte das für unverantwortlich. Ich bin mir sicher, dass ein Endlagerstandort, wo immer er sich auch befinden sollte, von der Bevölkerung nicht akzeptiert wird. Jetzt sind auch die Energieunternehmen gefragt, die über Jahrzehnte am Atomstrom Milliarden verdient haben. Sie dürfen sich nicht ihrer Verantwortung entziehen und müssen die Kosten des Atomausstiegs mittragen.“

Die Veröffentlichung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages finden Sie hier: http://www.bundestag.de/blob/412630/9443a487f64dd2f30e403665931d472d/fukushima-data.pdf

Elisabeth Lier
Pressesprecherin